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Do, 18:56 Uhr
16.04.2009

Kaum oder kein Interesse

Heute sollten sich im Nordhäuser Landratsamt „kommunale Akteure“ treffen um sich über kommunale Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus zu informieren und darüber zu diskutieren. Die nnz lauschte gebannt.

Wenig Interesse (Foto: nnz) Wenig Interesse (Foto: nnz)

Dort, wo sonst die Mitglieder des Nordhäuser Kreistages wichtige Beschlüsse für das Wohl und Wehe der Menschen in diesem Landkreis treffen, dort fand eine Vortragsveranstaltung im Rahmen der Thüringenweiten Kampagne "Deine Stimme gegen Nazis" statt. Eingeladen hatte das Nordhäuser Bündnis gegen Rechts (BgR).

Das Interesse an einer lokalen Vernetzung gegen den Rechtsextremismus scheint in der Nordhäuser Region nicht allzu ausgeprägt zu sein. Sieht man von Berufspolitikern ab, dann waren zwei Mitglieder des jetzigen Kreistages im Auditorium zu finden. Mitglieder aus Gemeinderäten waren hier Fehlanzeige.

Ansonsten zählte die nnz-Redaktion acht Jugendliche, zwei Erwachsene und die BgR-Einlader, die sich vor Beginn der Vortragsveranstaltung erst einmal den Verschlussmöglichkeiten des historischen Landratsamtes widmen mussten.

Loni Grünwald (LINKE), eine der Berufspolitikerinnen, begrüßte die Anwesenden und stellte klar, dass das Landratsamt bewusst den Plenarsaal für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte und damit ein Zeichen setzen wollte. In der kommenden Sitzung des Nordhäuser Kreistages werden alle Fraktionen eine Erklärung beschließen, in der sich gegen den Rechtsextremismus ausgesprochen wird.

Dr. Andreas Schneider von der Thüringer Verwaltungsfachhochschule konnte jedoch das angekündigte Thema so nicht vortragen, da – wie oben geschrieben – kaum ein kommunalpolitisches Interesse vorlag. Also gab es die Powerpoint-Präsentation im Schnelldurchlauf. Hier machte Schneider deutlich, dass sich Links- und Rechtsextremismus von einander unterscheiden. Rechtsextremismus stehe immer im Zusammenhang mit Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Faktoren, die für denn Linksextremismus nicht zutreffen.

Gerade aber die Ausländerfeindlichkeit, der Rassismus und der Antisemitismus würden in Deutschland tagtäglich gelebt, ob auf der Baustelle oder im Bierzelt. Und: derartige Bürgerbündnisse wie das BgR würde das nicht mindern, würden diesen Trend nicht umkehren. Auch würden Gesetze extremistische Tendenzen nicht eindämmen.

Gefährdet hinsichtlich rechtsextremer Gedanken seien laut Schneider Freiwillige Feuerwehren, Fußballklubs, Schützenvereine oder Heimat- und Trachtenvereine. Hinsichtlich von Schützenvereinen rief einer der BgR-Macher, dass es keine Schützenvereine gebe, wenn in deren Satzung die Aufnahme von Frauen und Männern mit rechtem Gedankengut verboten wäre. Diesen Einwurf wiederum kritisierte Gisela Hartmann von den Bündnisgrünen.

Und genau hier wird der Konflikt innerhalb der Gesellschaft deutlich: Vereinheitlichen, Pauschalisieren, Abwerten des Anderen. Verein gleich Rassismus! Es ist immer so einfach. Für die eigenen Argumente vor allem. Sie sind jedoch nicht die tauglichen Mittel, um die Köpfe, vor allem die der Jugendlichen vom rechtsextremistischen Schmutz frei zu bekommen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
ping-pong44
16.04.2009, 20:06 Uhr
Ich lach mich kaputt!
Feuerwehren, Trachten- und Heimatgruppen, Fußballklubs, Schützenvereine als Basis rechten Gedankengutes - was für eine Pauschalisierung! Die Mitglieder der verschiedenen Vereine im Landkreis werden sich freuen, in diese Schublade gesteckt zu werden. Zählt der Harzklub auch dazu? Oder die Trachtengruppe Heringen? Blasmusiker aus Ilfeld?
Und weil man bei den Linken keinen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit etc. feststellen kann, dürfen diese Extremisten weitermachen wie bisher?
Sehr interessant.
Böhmisarius
16.04.2009, 20:17 Uhr
Interesse bei Streitigkeiten ??
Gefährdet hinsichtlich rechtsextremer Gedanken seien laut Schneider Freiwillige Feuerwehren, Fußballklubs, Schützenvereine oder Heimat- und Trachtenvereine???

Also nun mal Stoppppp...
Da ich ja leider Arbeiten war (schade) muss ich sagen und einfach mal in den Raumstellen.

Was Reden diese Herrn und Damen für unsinniges Zeug ?? Feuerwehren,Schützenvereine, Trachtenvereine? hallo was hat eine Feuerwehr mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zutun ??

Wären die Leute nich würde Nordhausen brennen.
Oder stellt sich einer der Herrn und Damen mit einen Eimer dort hin um zu löschen ?? Eher nicht.
In dieser Hinsicht ist es doch egal was der jenige Feuermann für eine Einstellung hat oder was er Denkt, hauptsache das Feuer wird gelöscht oder die Person aus dem Auto geholt nach einen Unfall.

Es ist Arg in Frage zu stellen das solche Projekte gestaltet und Finanziert werden. Ich will ehrlich nicht wissen was das schon wieder gekostet hat.
Oder war es Eigenkapital von den Veranstaltern ??
Diese Frage bleibt offen.

Aber die Frage gegen was wollen die Damen und Herren ein Netzwerk genau gründen ist und bleibt auch offen. Schade eigentlich.

Und bei acht Jugendliche, zwei Erwachsene ist es Fraglich solche Veranstaltungen weiter zu führen.
Und wen dan noch unstimmigkeiten den Saal beherschen viel Spass dabei.
verhinderter_skandinavier
16.04.2009, 23:28 Uhr
Antisemitismus!?
vorweg...in dem artikel ist die rede von antisemitismus von rechts. ich möchte hiermit den antisemitismus von rechts nicht entschuldigen oder gar verharmlosen. auch lässt er sich nicht gleichsetzen mit ... dem antisemitismus, der in der mitte der gesellschaft und innerhalb der linken szene verankert ist.

sicher, bei antisemitismus denkt mensch als erstes an naonazis/extrem rechte, die shoah...und an jüdinnen und juden. und da fängt es an...jüdinnen und juden werden überwiegend nur über das thema antisemitismus wahrgenommen. und das in der mitte der gesellschaft. dort wird es aber nicht als antisemitismus wahrgenommen. denn er ist dort seit jahrhunderten verankert. in einer abendländlichen, vom christentum und einem jahrhundertealten judenhass geprägten kultur wie der deutschen sind antisemitische, judenfeindliche vorurteile, andeutungen und denkmuster so sehr teil der tradition und des alltages, dass es nicht auffällt.

der antisemitismus von links orientiert sich zum teil an einer (wie von rechts) verkürzten kapitalismuskritik, die sich aktuell eher unter anderem in der globalisierungskritik wiederfindet. das trifft, wie mit der mitte der gesellschaft, nicht pauschal auf alle zu. aber, ein großteil glaubt mit antisemitimus kein problem zu haben, doch das täuscht.in beiden bereichen (gesellschaft und links) funktioniert er über codes und versteckte andeutungen. während er rechts wesentlich offener ausgelebt wird.

das soll eine kleine anmerkung zu dem thema sein, welches sich in allen bereichen wesentlich breiter und differenzierte darstellt. dafür fehlt hier der platz...
98maschr
17.04.2009, 08:47 Uhr
Gefährdet vllt. das falsche Wort
Jedoch las ich zuletzt auf spiegel.de einen Interessanten Artikel wo ein einschlägig bekannter Neonazi/NPD-Mitglied (is ja eh alles das gleiche) hier in Thüringen versuchte Mitglied einer FFW zu werden und diese massive Probleme hatte diesen eben nicht aufnehmen zu müssen, da ja glaube ich jeder das Recht hat dort Mitglied zu werden. Im Endeffekt konnten sie seine Mitgliedschaft verhindern indem alle ihren Austritt schriftlich ankündigten wenn diese Person eintreten dürfe.

Ob denn alle Wehren/Vereine gefährdet sind sei dahingestellt, Fakt ist jedoch, daß gezielt versucht wird eben diese Organisationen zu "infiltrieren". Man sieht es ja leider nicht jedem an der Nasenspitze an, daß er ein wenig dumm im Schädel is.

Aber nur weil hier bei uns noch niemand von so etwas gehört hat oder es unvorstellbar findet heißt das nicht, daß es anderswo nicht schon passiert ist bzw. es gerade so ist. Oder wieviele von ihnen wissen denn, daß auch die Nordhäuser Antifa im letzten Verfassungsschutzbericht erwähnt wurde?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,613725,00.html
Hab ihn doch noch gefunden falls ihn jemand lesen möchte.
Böhmisarius
17.04.2009, 09:19 Uhr
Verschlossen oder Offen ??
Zitat: Verschlussmöglichkeiten des historischen Landratsamtes widmen mussten.

Ich denke dies war eine Öffentliche Veranstaltung mit Discussions Runde?


Kann die NNZ nicht mal auch Fakten auf den Tisch legen, wieviel solche Veranstaltungen Kosten und co.. Den wen man schon über so ein heikles Thema redet, müssen auch mal die kehr seiten gezeigt werden. Wieviel Geld läuft den in solche Bündnisse und in solche Vereine, die würde den Lesern bestimmt mal Interessieren..

und an
verhinderter_skandinavier

Du nimmst mir in gewisser hinsicht die Worte aus dem mund..
Danke.
verhinderter_skandinavier
17.04.2009, 10:48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB - Beleidigungen
Peter59
17.04.2009, 11:10 Uhr
Einfach peinlich...
Die Akzeptanz der Veranstaltung gibt zu denken und wirft einige Fragen auf: Vereine und Freiwillige Feuerwehren- ein Hort für Neonazis? Ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich dort uneigennützig einbringen! Diese Aussagen erinnern an längst vergangene Zeiten.

Und das wird ganz zielstrebig betrieben. Langsam gerät die Angelegenheit zur Farce. Vielleicht sind der ADAC und das Deutsche Rote Kreuz von autonomen und gewaltbereiten Linksextremisten unterwandert? Wer weiß? Die Diskussion nimmt Ausmaße an, die langsam der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Polarisierung und Pauschalurteile sind gefährlich!!

Aus welchem "Freizeitclub" kamen eigentlich die Hausbesetzer in Erfurt, die brennende Barrikaden errichteten und Autos demolierten und in der Innenstadt randalierten? Und welchem Spectrum sind die Verursacher von ständigen Sachbeschädigungen in Nordhausen zuzuordnen? Vielleicht sind das Mitglieder eines Kleintierzüchter-Vereins...Langsam wird es lächerlich.Wenn man nichts Gescheites zu sagen hat, sollte man lieber schweigen!
Peter59
17.04.2009, 11:12 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Doppelt eingestellt
verhinderter_skandinavier
17.04.2009, 12:26 Uhr
nun ja
@böhmisarius - ich denk nicht das ich ihnen das wort aus dem mund nehme. und ich möchte es auch nicht.

ich möchte lediglich aufzeigen, ohne pauschal zu veruteilen, des es den antisemitismus, so wie er wahrgenommen wird, nicht nur rechts gibt. das entschuldigt ihn aber weder in der einen noch in der anderen ecke. vielmehr zeigt das auf, dass wo es antisemitismus gibt auch fremdenfeindlichkeit und zum teil ein übersteigerter nationalstolz anzutreffen sind. das sollte gestern auch rüber kommen.

es geht nicht darum alle vereine pauschal zu verurteilen, es muss nur mal drüber nachgedacht werden, was so für sprüche und kommentare "normal" sind und immer wieder im bierzelt, aber auch in der vereinsarbeit bzw. -festen kursieren. da kann einem mitunter angst und bange werden, und das ist aber die mitte der gesellschaft, die dort zusammen kommt und sitzt. es ist eine unbequeme wahrheit und sicher ist vieles ein frage der wahrnehmung und definition

@ peter59

aufklärung zum thema "rechtsextremismus" ist wichtig und gut, egal wieviele menschen daran teilnehmen. und nicht alles sollte an teilnehmerzahlen festgemacht werden. an und für sich ist es aber traurig, denn es ist ein gesammtgesellschaftliches problem und nicht nur einiger weniger (vereine). doch lieber mit 12 leuten konstruktiv was erarbeitet als mit 500 plakativ ohne hintergrund ne demo gemacht. wenn cih 12 erreichen, erreichen die 12 wieder andere...so kann es funktionieren.

und, ein bürgerbündniss ist nicht das all-heilmittel. das kann es nicht sein und sollte es nicht sein. so wenig wie es die speerspitze im "kampf gegen rechtsextremismus" vor ort sein kann, es ist und sollte lediglich teil des speeres sein (wenn man das mal so benennen möchte)

und bitte, fangen sie nicht an extrem rechte und extrem linke gleichzusetzen...oder hausbesetzer mit nordhäuser chaoten, die autos oder blumenkübel demolieren. mit einer gleichsetzung, egal welcher art, wird versucht ein thema soweit runter zu reduzieren, dass es den anscheind hat, es sind nur wenige und das geht uns nichts an.

es geht uns alle was an
mcpjbo
17.04.2009, 12:56 Uhr
Allgemeines Geplänkel
Hallo liebe Mitkommentatoren,

es ist schon hart an der Grenze diese Worte zu lesen, das fällt selbst mir schwer das zu glauben, aber ich versuch`s einmal zu deuten.

"Gefährdet hinsichtlich rechtsextremer Gedanken seien laut Schneider Freiwillige Feuerwehren, Fußballklubs, Schützenvereine oder Heimat- und Trachtenvereine."

Was fällt mir auf, hauptsächlich zu 80 % sind in diesen Vereinen Männer aktiv, das ist also ein Angriff auch auf Männer, was so nicht sein kann. Es gibt verstärkt Aktivitäten von Frauen, sei es in der Rechten als auch Linken Szene, sie finden gefallen daran sich zu beweisen und zu randalieren, auch schön im Stadtbild zu beobachten.

Vereine und Klubs dienen dazu Zeit sinnvoll zu verbringen, sich aktiv zu bewegen(wie Fußball oder Athletik), sich einzusetzen (Schülerhilfe, Studentenrat, Fachschaften), Schwächeren zu helfen (Rotes Kreuz, Caritas), Brände zu löschen und Verletzten zu helfen (Feuerwehr) oder Katastrophen (THW) abzuwehren. Die Liste wäre unendlich, aber es ist beispielhaft dafür das jetzt in all diesen die Basis geschaffen sein soll für rechtsgerichtetes Gedankengut?

Kameradschaft pflegt man im Schützenverein, im Trachtenverein und in der Feuerwehr, ohne diese Form des Zusammenhalts geht es nicht und ohne dieses fehlt auch der Zusammenhalt untereinander.

Warum aber soll hier das Nest der bösen Gedanken sein? Weil Männer, oder auch Frauen zusammen sitzen und sich Gedanken machen? Das ist lächerlich.

Aber einmal anders herum: Wenn in den Vereinen jetzt rechtsradikales Gedankengut bereitgestellt wird, wo sind dann die linksradikalen Gedanken und Mitmenschen?

In den Vereinen sicherlich nicht, denn dafür muss man sich integrieren können, man muss sich ins System einfügen, seine Persönlichkeit zurückstecken, sich benehmen, sich unterordnen, insgesamt an Regeln halten wie es überall üblich ist.

Ich fasse zusammen: Jeder der Kameradschaft pflegt, sich integriert, sich organisiert, sich Regeln unterwirft, sich engagiert, sich einbringt in die Gesellschaft, für andere da ist und hilft....ist im Geiste schlicht und rechts eingestellt.

Dieser Artikel ist ein Witz, ein Hohn auf alle Aktiven, eine Zumutung. Eine angebrachte Entschuldigung wäre hier wohl fällig. Zum Glück gibts in der Stadt keine Kaserne, denn Soldaten wissen was Kameradschaft heißt und würden jetzt sicher voller Freude ihren Dienst machen, mit der Gewissheit das sie als Rechts eingestuft sind, Danke Vaterland !!!!
Böhmisarius
17.04.2009, 13:55 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB: Beleidigung und am Thema vorbei
H.Buntfuß
17.04.2009, 16:17 Uhr
Erst lesen
Wo bitte steht im Artikel, dass Vereine usw. von Rechten unterwandert sind. Ich kann da nur lesen, das es beliebte Ziele der Rechten sind.
mcpjbo
17.04.2009, 18:27 Uhr
@Werner-->mehr erfahren
Bevor ich mich entschlossen habe einen Kommentar zu schreiben habe ich mir die Mühe gemacht und alle Kommentare gelesen, dabei bin ich auf den Link:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,613725,00.html

eines Kommentator gestossen, darin wird die Story des Mannes beschrieben der versuchte in die Feuerwehr einzutreten, desweiteren gelangt man über diese Seite auf weitere Artikel, dort ist die Problematik beschrieben.

Ich habe mich somit schon etwas mehr damit beschäftigt als nur den letzten Kommentar zu lesen.
Peppone
17.04.2009, 20:56 Uhr
Versäumt
„Das Bündnis gegen Rechtsextremismus besteht aus Vereinen, Parteien und Initiativen. Gemeinsam soll ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Gewalt, für Internationalität, Multikulturalität und Toleranz gesetzt werden.“

Dieses Zitat findet man auf der Homepage des BgR Nordhausen.

Man könnte es eigentlich bei der kurzen, aber treffenden Analyse des Herrn Greiner belassen. Schaut man sich jedoch einmal die sehr beeindruckende Liste der Unterstützer des BgR an, ergeben sich aber zwangsläufig einige Fragen.

Wie kann es sein, dass verantwortliche Akteure des BgR so borniert und weltfremd eine an sich gut gedachte Sache ad absurdum führen können? Warum lassen die großen etablierten Unterstützer zu, dass, um es vornehm auszudrücken, politische Leichtgewichte ein so sensibles Thema im wahrsten Sinne des Wortes „beackern“? Waren die vielen Stadt- und Gemeinderäte, die sich der Veranstaltung entzogen haben nur faul, oder ahnten sie im Vorfeld bereits das Ergebnis?

Wer, wie ein Macher des BgR, allen Ernstes behauptet, es gäbe keine Schützenvereine, wenn in den Satzungen der Vereine die Aufnahme von Mitgliedern mit rechtem Gedankengut ausgeschlossen wäre, dem geht es nicht um das Knüpfen eines Bündnisses.

Dem geht es ausschließlich um die Polarisierung der Gesellschaft! In einer Gesellschaft gibt es aber nicht nur Schwarz und Weiß, eine Gesellschaft besteht zum größten Teil aus Grautönen, konkret gesagt aus Meinungsvielfalt!

Es ist eigentlich ganz einfach. Solange manch Einer unter Bündnis die Durchsetzung des eigenen Tunnelblickes versteht und die ins Programm geschriebene Toleranz selbst unter Bündnispartnern nicht lebt, wird es keine Bündnisse geben!
Andreas
18.04.2009, 19:06 Uhr
Rechtsextremismus in der Gesellschaft
Na ja, da kann man lamentieren wie man will, mir geht jedenfalls das ständige Herumgestänker gegen jegliche "Andersartige" gehörig auf den S.... Ich habe bereits aufgehört auf größere Feiern zu gehen, weil ich mir ab 21:00 Uhr, oder 1,8 Promille immer nur irgendwelche ausländerfeindliche Grütze anhören muss. Dabei kommt diese nicht nur von Rechts, nein aus allen Parteirichtungen habe ich das bereits vernommen. Ich bin nun seit über 30 Jahren aktiv gegen Rechtsextremismus unterwegs. Ich hab es satt immer wieder Beschwichtigungen zu hören wie "das sind ja Pauschalurteile" u.s.w. Machen Sie mal die Augen auf, und die Ohren vor allen Dingen, dann werden Sie sich über diese "Pauschalurteile" wundern. Ich denke es liegt nicht an den Vereinen an sich, sondern an der Tatsache, dass sich da Menschen zusammenfinden. Menschen mit Vorurteilen und die Anzahl der Faschisten in den Vereinen ist genauso hoch wie in der Bevölkerung an sich, denn sie sind ein Spiegel der Gesellschaft.
Viel Spaß also noch.
handwerker61
19.04.2009, 20:07 Uhr
an andreas
Mir geht es ähnlich wie Ihnen allerdings währt mein
"Kampf" gegen links nur 25 Jahre. Aber er ist nicht minder erfolglos. Auch ich gebe in größeren Runden
auf, den ewigen Gutmenschen zu widersprechen,
die sozialistischen oder kommunistischen Unsinn zum besten geben .
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