eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 20:04 Uhr
28.04.2009

Die Zeit nach Venth

Burkhard Venth wird die Trainerbühne des Männerfußballs verlassen. Wacker Nordhausen wird seine letzte Station sein. Das sagte der Fußballlehrer am Samstag. Wie aber geht es im Verein weiter? Die nnz auf personeller Spurensuche...


Udo Hoffmann, der sportliche Leiter des Vereins, hat jetzt die Personalpolitik in Sachen Trainer „an der Backe“. Um diesen Job ist er nicht zu beneiden, doch Hoffmann ist eine Größe in der Szene, bekannt wie ein „bunter Hund“, ein Mann mit Namen. Rückblickend auf die zwei Spielzeiten sagt er: „Die Stärke, die unsere Männermannschaft erlangt hat, ist sicher auch das Verdienst von Burkhard Venth. Das aber ist die halbe Miete. Auch der Verein, das Präsidium, die Sponsoren haben ihren Teil dazu beigetragen. Wir haben sechs bis sieben Spieler in diesen Jahren geholt, die heute zu den Leistungsträgern der Truppe zählen.“ Namen wie Lattmann, Wiegleb, Greschek, Ebert, Klaus fallen. Auch Hoffmanns Enkel gehört dazu.

Jetzt kommt es für Hoffmann darauf an, die Mannschaft als solche zu halten. In dieser Woche laufen die Gespräche mit den Spielern an. Auch mit Dominik Schönberger. Der Torhüter hat persönlich-sportliche Probleme, die – da ist sich Udo Hoffmann sicher – geklärt werden können. Schönbergers Vertrag läuft bis zum 30. Juni. Basta.

„Wir werden in diesem Sommer gewiss keine spektakulären Neuzugänge verzeichnen können, doch die Fühler haben wir schon ausgestreckt. Zwei bis drei Spieler aus Sachsen-Anhalt, Eisleben, Sangerhausen oder Querfurt stehen auf der Liste. Zwei von ihnen trainieren bereits ab und an in Nordhausen. Einer von ihnen – aus Querfurt - würde in Abwehr oder defensives Mittelfeld passen, der andere – aus Sangerhausen – könnte den Angriff verstärken.

Und dann wird der einstige Publikumsliebling Daniel Braun nach absolviertem Studium zurückkehren. Daniel habe seine Zusage schon gegeben. Das Zünglein an der Waage ist die Polizei. Wenn alles gut läuft, dann könnte der Nordhäuser seinen Dienst in der Polizeidirektion Nordhausen antreten. Außerdem, so Hoffmann, sollen zwei bis drei Talente aus der näheren Region an den Verein gebunden werden.

Doch Udo Hoffmann soll sich eigentlich um die Nachfolge von Burkhard Vent kümmern. Wie immer gibt es da eine interne und eine externe Lösung. Vielleicht Marko Kühlewind, der zwei Jahre eine hervorragende Arbeit als Co-Trainer gemacht und viel gelernt hat? Hoffmann winkt ab: „Ich werde keine Namen nennen!“

In den vergangenen Tagen sind rund zehn Bewerbungen für den Trainerjob in der Geschäftsstelle an der Parkallee eingegangen. Kramt man im nnz-Archiv, so fallen dem interessierten Beobachter mehrere Namen ein: Bernd Nemetschek (Sangerhausen), Olaf Glage (Sondershausen) oder Andreas Petersen (Halberstadt). „Über Petersen brauchen wir nicht zu reden. Andreas hat seinen Vertrag verlängert. Fakt ist, Nemetschek ist quasi auf dem Markt.“

Udo Hoffmann pokert, legt im Gespräch mit der nnz längst nicht alle Karten auf den Tisch. Das ist für den Journalisten ärgerlich, für den Verein im Moment eher förderlich. Am Ende aller Personaldebatten gibt es vermutlich doch eine Überraschung. Also dann, ihr Wackern, lassen wir uns überraschen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)