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Mo, 11:34 Uhr
18.05.2009

nnz-Forum: Sorge um unser Krankenhaus

Der Wahlkampf hat begonnen und so melden sich nicht nur Parteien, sondern auch Kandidaten zu Wort. Einer davon macht sich Sorgen um das Nordhäuser Krankenhaus...


Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt wegen diverser Beschwerden. Nun bekommen Sie eine Überweisung, um zum Beispiel durch eine Magenspiegelung, dem Hausarzt eine nähere Diagnose liefern zu können. Jetzt denken Sie: „Wir haben ja ein tolles saniertes Krankenhaus und die können das doch auch.“ Also setzen Sie sich mit der zuständigen Station in Verbindung zwecks Terminabsprache. Dort werden Sie als erstes gefragt, ob Sie Privatpatient sind. Wenn Sie dies verneinen, bekommen Sie gesagt, dass nur Privatversicherte zu einer solchen Untersuchung im Südharzkrankenhaus einen Termin bekommen.

Wenn Sie nun glauben, dies wäre reine Fiktion, so soll es doch bittere Wahrheit sein. Erst kürzlich soll dies einer jungen Nordhäuserin widerfahren sein. Man fragt sich berechtigerweise, wie derartige Vorgänge in einem kommunal geführten Krankenhaus überhaupt möglich wären. Immerhin wird das Südharzkrankenhaus im Auftrag des Bürgers durch Landkreis und Stadt Nordhausen getragen. Viele Millionen an Steuergeldern flossen und fließen jährlich dorthin. Dann sollte doch auch ein einfacher Bürger die Chance bekommen, in „seinem“ Krankenhaus untersucht werden zu können. Immerhin ist es eine gemeinnützige GmbH!

Derartige Vorgänge wären für ein kommunal geführtes Krankenhaus nicht hinnehmbar. Selbst in einer Privatklinik wäre so etwas kaum vorstellbar. Es scheint im Südharzkrankenhaus also nicht nur Probleme mit dem Weggang von Fachärzten zu geben. Wenn nur noch Privatpatienten vorsprechen dürften, würde diese Klinik ihre Verbundenheit in der Bevölkerung verlieren. Dies wäre wahrhaftig nicht wünschenswert und wäre eine sehr bittere Pille.

Die Träger, Stadt und Landkreis, und die Geschäftsführung sind also aufgefordert derartige Vorgänge zu verhindern, damit es weiterhin ein Bürgerkrankenhaus bleibt. Ich wünsche mir dazu eine Stellungnahme und Erklärung des Südharzkrankenhauses, da es für einen Otto-Normal-Verbraucher nicht wirklich nachvollziehbar ist.
Manuel Thume, Ein liberaler Nordhäuser
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Der Roland
18.05.2009, 19:38 Uhr
Unmöglich
Entweder ist da bewußt von Herrn Thume polemisiert worden oder der Mann ist nicht ganz gaga. Vielleicht hätte er sich früher schlauer machen sollen, statt solcher Doffheit aufzusitzen. Und wer jetzt noch den Überläufer wählt, der ist selbst dran schuld. Übrigens, einige der FDPler haben zu Wahlkampfzeiten immer wieder auf der Krankenhausschiene herumgetreten.

Gewiss, die Stellungsnahme aus dem Krankenhaus war zwar etwas arrogant, aber nur so kann man solchen Dünns.... begegnen.

Und nun stellen Sie sich vor, ein Mensch wie Herr Thume oder die anderen Ex-CDU'ler wie Becker und Höfer würden dann noch im Aufsichtsrat der gGmbH sitzen. Das wäre dann ein Grund, das Krankenhaus zu wechseln.
eccehomo
18.05.2009, 21:25 Uhr
Ohje, Herr Thume, jetzt wird brenzlig
Dass die FDP, deren langjährige Nordhäuser Vertreter (z.B. Roßberg, Marx) für mich durchaus intelligente und besonnene Menschen sind, Herrn Thume die Tore in die Partei geöffnet haben, habe ich schon damals nicht mehr verstanden.

Dass genanntem Herrn nun auch noch grünes Licht gegeben wird, mit wilden Spekulationen, die durch nichts - außér Hörensagen - belegt sind zu trompeten, halte ich für mehr als bedenklich.

Ich hoffe der Seriosität der FDP willen, dass entweder Herrn Thume öffentlich den Beweis dafür antritt, für das, was er hier von sich gibt, oder dass es zumindest eine Klarstellung seitens der FDP gibt.

An Sie persönlich Herr Thume: Denken Sie an Ihre Verantwortung den Menschen gegenüber, die sich dem Krankenhaus anvertrauen und belegen Sie schnellstens Ihre Behauptungen. Auch wenn es "nur" Kommunalpolitik ist: Es ist kein Spiel, seien Sie sich dessen bewusst und handeln Sie seriös!

An den Administrator dieser Seite: Seien auch Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst und bemühen Sie sich zumindestz ansatzweise um eine Prüfung von derart schwerwiegenden Behauptungen.
Beate
18.05.2009, 22:06 Uhr
wenig Kompetent
Wieder ein schöner Beweis dafür, dass einige (Hobby-) Politiker gerne erst Reden und dann ggf. (Nach-) denken.

Die Gesetzeslage ist in diesem Fall recht eindeutig und auch für kommunale Krankenhäuser bindend. Auch ein Kommunalpolitiker sollte das wissen bevor er sich öffentlich äußert.

Wie glücklich muss die CDU sein, dass Herr Thume kein Mitglied mehr ist??!
brazil
18.05.2009, 22:53 Uhr
Der Roland kann ja kein Betonkopf sein . . .
. . . deshalb zwei Sprüche, nur für ihn.

Einen Fehler korrigieren ist keine Schande.

Und:

Könnte man jedes Ding zweimal machen,
So stünde es besser um alle Sachen.

Oder ist das auch eine "Doffheit", Herr Der Roland?

Sie sind aus Holz und ich mag Sie trotzdem :-)
Albert
18.05.2009, 23:41 Uhr
Der Wähler entscheidet!
So berechtigt die Kritik an Ulla und Co. ist, was zählt, ist der Gesetzestext. Und der kann nach der nächsten Wahl geändert werden. Desto weniger Ulla Schmidt und Horst Seehofer, desto mehr Gesundheit!

Am besten ist ein Gesundheitssystem dann, wenn der/die Patientient/in selbst wählen kann, was er/sie wünscht!
Liberalix
19.05.2009, 14:46 Uhr
Nestbeschmutzer!?
Einer meiner Vorkommentatoren forderte Klarstellungen in bewußter Angelegenheit. Ich spreche an dieser Stelle als Mitglied der liberalen Partei, ohne Absprachen mit den „intelligenten“ und „besonnenen“ angesprochenen Menschen. Ich denke diese werden aber meine nachfolgenden Anmerkungen zum Großteil mittragen.
Natürlich habe ich auch zur gegenwärtigen Aufstellung des SHK eine besondere Meinung. Doch dazu kurz später. Die schon von anderen Kommentatoren erwähnte Gesetzeslage ist auch für mich schwer zu akzeptieren, aber auch der Verfasser des hier kommentierten Artikels muß diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt hinnehmen und kann diese nicht dem Krankenhaus unqualifiziert anlasten.
In politisch oder auch fachliche Auseinandersetzungen, die ich auf anderen Ebenen und kommunalen Gremien führte, sind z.B. gegenüber den Herren Pille, Hage, Prof.Markgraf oder auch Frau Schnell liberale Positionierungen eingeflossen, aber so Etwas gehört nicht öffentlich unqualifiziert breitgetreten zu werden.
An dieser Stelle nun Standpunkte aus meiner liberalen Sichtweise:
- Ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft verleitet zu einem großzügigen Umgang mit Steuermitteln, die von uns allen aufzubringen sind.
- Ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft, noch dazu in einer gemeinnützigen Gesellschaftsform, kann und muß es sich leider leisten, keinen Gewinn zu erwirtschaften, der die klammen Kassen meiner Heimatstadt Nordhausen und des Landkreises füllen könnte.
- Ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft unterliegt leider in vielen betriebswirtschaftlichen Kostengrößen( auch Mitarbeiterentlohnung) nicht den üblichen Spielregeln des freien Marktes. Risiken tragen die Gesellschafter (wir Stadt- und Landkreisbürger, bzw. Steuerzahler)
- Ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft darf nicht mit seinen Nebenstrukturen insbesondere MVZ, im Pflegebereich, der Arznei-und Hilfsmittelversorgung und den anderen „Töchtern“ den freien Markt und andere Wettbewerber behindern, einschränken oder sogar vom Markt fegen. Persönlich möchte ich hier den ambulanten ärztlichen, den physiotherapeutischen uns den Apothekenbereich benennen.
Ich selbst sage manchmal hinter vorgehaltener Hand und spaßhaft: „Das SHK ist der letzte verbliebene VEB im Landkreis.“
Ich würde auch innerhalb der nächsten 2 Stunden nach Erscheinen dieses Kommentars mit jedem um einen Kasten „Flens“ wetten, dass sich das SHK in spätestens 10 Jahren nicht mehr in kommunaler Trägerschaft befindet.
Auch wenn Sie nicht auf meiner politischen Wellenlänge schwimmen Lieber Roland, Ihre geäußerte Vorstellung im vorletzten Satz wäre auch für mich grauenvoll.
Ich bin mir sicher, dass der Wähler positiv meine Partei in seiner Entscheidung wertet. Aber lieber Roland, befürchten Sie bitte nicht, diese Partei besteht nur in genannten Mitgliedern.
eccehomo
19.05.2009, 16:32 Uhr
Na endlich ist die Katze aus dem Sack!
Na endlich ist die Katze aus dem Sack: Die Nordhäuser Liberalen wollen also das Krankenhaus privatisieren.

Und damit man dann auch genug Argumente hat, um zum Sturm anzusetzen, wird es bereits jetzt unter harten Beschuss genommen. Mit allerdings diffusen und konfusen Aussagen, die auch - wie schon in der Kausa Thume - jeglichen Nachweises entbehren.

Zum Beispiel:

1. Muss ein Krankenhaus tasächlich kommunale Kassen füllen - oder sollte es nicht in erster Linie Patienten optimal versorgen?

2. Muss ein Krankenhaus tatsächlich den freien Regeln des Marktes unterliegen - oder sollte es nicht in erster Linie Patienten optimal versorgen? usw.

Aber all dies ist die übliche liberale Oper "Der freie Markt wird alles regeln - nur leider wird diese zunehmend zum "Spiel mir das Lied vom Tod" - oder wie soll ich den Niedergang zahlreicher Privatbanken auf der ganzen Welt deuten inklusive den Verlust millionefacher Spareinlagen "kleiner Leute", für die sich die einzige selbsternannte Mittelstandspartei FDP ja so engagiert einsetzen will?
denk-mal
19.05.2009, 18:12 Uhr
sorgen oder nicht
unser KOMUNALES krankenhaus.
eine feste burg will ich bauen, so sprach er (landrat?) und es sollte geschehen. es gab ein KOMMUNALES krankenhaus.

ob herr thume nun seine geschichte als nachdenkenswerte anregung geschieben hat oder als tatsachen bericht ist doch erst mal egal. grundsätzlich darf jeder seine meinung sagen, das ist nun mal so.

und das in diesem krankenhaus ärzte kündigen und manchmal gleich sechs waren es wohl, ist auch nicht bestreibar. es ist ebenso eine tatsache, dass die ärzte, welche nicht mehr an unserem KOMMUNALEN krankenhaus wirken, aus was für gründen auch immer patienten haben, die diesen ärzten hinterherreisen und sich dann in benachbarten kliniken behandeln lassen.
ich möchte das nicht beurteilen.

was ein mit kommentator über die besetzung von aufsichtsräten schreibt, so ist das nicht ohne bedenken. frau kraut die stellvertretende landrätin hat gerade einen KOMMUNALEN betrieb (abfallwirtschaft) als nachlass zuverwalten, wo sich bei den aufsichtsräten eine augenkrankheit vermuten lässt.

denn es ist, so glaube ich höchstens drei jahre her als der bürgermeister jendricke einige gmbh`s des krankenhaus auflösen ließ, weil eben doch nicht alles so ganz richtig war, aber einen begeisterungssturm des dankes vom aufsichtsrat wurde herrn jendricke verweigert.

übrigens wollen die liberalen das krankenhaus nicht privatisieren, das passiert ohne deren hilfe früher oder später so wie so. was die politik angeht so haben die liberalen im stadtrat, auch dieser höfer (der einmal die partei von cdu zur fdp vor sechs jahren gewechselt hatte), ebenso im kreis (dort allerdings mit unterstützung der grünen) die aufpasserfunktion übernommen.

wenn man seinen emotionen in dieser plattform seinen lauf lässt ,macht es sich schon mal nicht schlecht, nicht nur durch das kleinste fenster zuschauen.
denk-mal
19.05.2009, 19:37 Uhr
ecehomo ?
sie sind und bleiben eine bereicherung für diese plattfom der fröhlichen unterhaltung. hoffentlich werden ihre beiträge nicht eines tages vergnügungssteuerpflichtig, wenn man sie anklickt und liest.

machen sie doch mal eine umfrage bei ihren bekannten, wie hoch das vertrauen zum kommun. krankenhaus ist, auf einer skala von eins bis fünf.
dann haben sie zu mindest einen eindruck vom erscheinungsbild des kom.krankenhaus bei den einfachen leuten.
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