Sa, 16:20 Uhr
18.07.2009
Kennen Sie den Fuchsschwanz?
Ich begrüße Sie zur Exkursion des Landschaftspflegeverband Harz und freue mich .... Ich denke an die endlosen Wälder des Harzes und an die vielen, wenig im Bewusstsein vorhandenen, erhaltenswerten Bergwiesen. Ein Beitrag von Dirk Lübker in der nnz...
Schon im Jahre 1995 wurde bei Braunlage deswegen für die Umgehungsstraße die Wiese des Hasselkopfes untertunnelt. Für die Pflege und den Erhalt dieser Lebensräume engagiert sich der LPV Harz e.V....
.. als neues Mitglied. Da war eben mein Name gefallen. Sie hatte mich als neues Mitglied vorgestellt, und da sie die Gruppe nach mir absuchte, hob ich meinen Arm. Ich hatte von dem Hauptziel des Vereins gelesen und wollte heute sowohl Personen als auch die 'Pflegebedürftigen' genauer kennen lernen.
.. und habe auf dem zweieinhalb Stunden dauernden Weg sechs Stationen vorgesehen., endete Frau Rieche ihre einleitenden Worte und die Menschenschar folgte ihr. Trotz des wechselhaften Wetters hatten sich so um die 30 interessierte Personen eingefunden, um eine Wiesenfläche bei Tanne zu erkunden.
Die Bergwiesen sind überwiegend durch Rodungen entstanden, um Winterfutter ernten zu können. In den Sommermonaten wurde das Harzer Rotvieh meistens von einem Hirten und zwei Hütehunden vorwiegend in die Wälder getrieben. Mehrere erfahrene Bauern berichteten, dass diese Hundeart erst nach der Wende mit Papieren versehen wurde, um sie als Rasse Harzer Fuchs zu züchten. Den Fuchs als Schmetterling bekamen wir nicht zu sehen. Bei sonnigem Wetter hätte uns eine bunte Vielfalt an Schmetterlingen erwartet. Jetzt scheuchten wir nur die Ochsenaugen auf.
Die Vieh-Population im Harz hat sich im laufe der Zeit stark verringert und damit verwilderten die Wiesen. Es entstanden neue erhaltenswerte Pflanzengesellschaften. Wir hatten die Gelegenheit, einige dieser seltenen und auch bedrohten Pflanzen, wie z.B. Teufelsabbiss, Arnika, Sibirische Schwertlilie, betrachten zu können. Außerdem wissen wir jetzt, dass das Borstgras dem gleichnamigen Wiesentyp den Namen gab, weil es, von den weidenden Tieren aus verständlichen Gründen verschmäht, als einzige Pflanze stehen blieb.
Gleich daneben wächst das Pfeifengras, das man durch die Finger streichen kann, ohne Knoten oder andere Verdickungen festzustellen. Man nutzte es daher zur Reinigung von Pfeifen, so einfach ist das. So einfach leitet sich auch der Name der Klappertöpfe her. Seine Samen klappern in den reifen Früchten, wenn man sie schüttelt. Auffallend ist auch das Rote Straußgras, das den Wiesen bei Sonnenlicht einen rotbraunen Schimmer verleiht.
Fast hätte ich jetzt den Fuchsschwanz vergessen. Ich meine weder den wortwörtlichen Gegenstand, noch das Werkzeug und auch nicht die am Manta hängende Nachbildung. Hier trägt ein recht glatter, 1m hoher Halm die ca. 10cm lange, grünlich, buschige Ähre. Der Wiesen-Fuchsschwanz ist ein vom Ansehen sicherlich bekanntes Futtergras. Für uns Wanderer hielt die Natur ebenfalls Gaumenfreuden bereit: die Bärwurz, Samen der Brennnessel, die Vogelmiere u.v.a.
Zum Abschluss versammelten wir uns vor dem wohl einzigen Denkmal, das zu Ehren der Hirten des Harzer Rotviehs aufgestellt ist und bedachten die Exkursionsleiterin mit stehenden Ovationen. Der Applaus war ehrlich gemeint, aber sitzen hätten wir sowieso nicht gekonnt. Für mich haben sich meine Erwartungen erfüllt und zu meiner mir bekannten Blume, dem Leberblümchen, lernte ich noch fünf neue kennen.
Dirk Lübker, Braunlage
Autor: nnzSchon im Jahre 1995 wurde bei Braunlage deswegen für die Umgehungsstraße die Wiese des Hasselkopfes untertunnelt. Für die Pflege und den Erhalt dieser Lebensräume engagiert sich der LPV Harz e.V....
.. als neues Mitglied. Da war eben mein Name gefallen. Sie hatte mich als neues Mitglied vorgestellt, und da sie die Gruppe nach mir absuchte, hob ich meinen Arm. Ich hatte von dem Hauptziel des Vereins gelesen und wollte heute sowohl Personen als auch die 'Pflegebedürftigen' genauer kennen lernen.
.. und habe auf dem zweieinhalb Stunden dauernden Weg sechs Stationen vorgesehen., endete Frau Rieche ihre einleitenden Worte und die Menschenschar folgte ihr. Trotz des wechselhaften Wetters hatten sich so um die 30 interessierte Personen eingefunden, um eine Wiesenfläche bei Tanne zu erkunden.
Die Bergwiesen sind überwiegend durch Rodungen entstanden, um Winterfutter ernten zu können. In den Sommermonaten wurde das Harzer Rotvieh meistens von einem Hirten und zwei Hütehunden vorwiegend in die Wälder getrieben. Mehrere erfahrene Bauern berichteten, dass diese Hundeart erst nach der Wende mit Papieren versehen wurde, um sie als Rasse Harzer Fuchs zu züchten. Den Fuchs als Schmetterling bekamen wir nicht zu sehen. Bei sonnigem Wetter hätte uns eine bunte Vielfalt an Schmetterlingen erwartet. Jetzt scheuchten wir nur die Ochsenaugen auf.
Die Vieh-Population im Harz hat sich im laufe der Zeit stark verringert und damit verwilderten die Wiesen. Es entstanden neue erhaltenswerte Pflanzengesellschaften. Wir hatten die Gelegenheit, einige dieser seltenen und auch bedrohten Pflanzen, wie z.B. Teufelsabbiss, Arnika, Sibirische Schwertlilie, betrachten zu können. Außerdem wissen wir jetzt, dass das Borstgras dem gleichnamigen Wiesentyp den Namen gab, weil es, von den weidenden Tieren aus verständlichen Gründen verschmäht, als einzige Pflanze stehen blieb.
Gleich daneben wächst das Pfeifengras, das man durch die Finger streichen kann, ohne Knoten oder andere Verdickungen festzustellen. Man nutzte es daher zur Reinigung von Pfeifen, so einfach ist das. So einfach leitet sich auch der Name der Klappertöpfe her. Seine Samen klappern in den reifen Früchten, wenn man sie schüttelt. Auffallend ist auch das Rote Straußgras, das den Wiesen bei Sonnenlicht einen rotbraunen Schimmer verleiht.
Fast hätte ich jetzt den Fuchsschwanz vergessen. Ich meine weder den wortwörtlichen Gegenstand, noch das Werkzeug und auch nicht die am Manta hängende Nachbildung. Hier trägt ein recht glatter, 1m hoher Halm die ca. 10cm lange, grünlich, buschige Ähre. Der Wiesen-Fuchsschwanz ist ein vom Ansehen sicherlich bekanntes Futtergras. Für uns Wanderer hielt die Natur ebenfalls Gaumenfreuden bereit: die Bärwurz, Samen der Brennnessel, die Vogelmiere u.v.a.
Zum Abschluss versammelten wir uns vor dem wohl einzigen Denkmal, das zu Ehren der Hirten des Harzer Rotviehs aufgestellt ist und bedachten die Exkursionsleiterin mit stehenden Ovationen. Der Applaus war ehrlich gemeint, aber sitzen hätten wir sowieso nicht gekonnt. Für mich haben sich meine Erwartungen erfüllt und zu meiner mir bekannten Blume, dem Leberblümchen, lernte ich noch fünf neue kennen.
Dirk Lübker, Braunlage



