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Sa, 16:29 Uhr
18.07.2009

Ein Minister im Praktikum

Ein Praktikum der besonderen Art absolvierte der Nordhäuser Minister Dr. Klaus Zeh (CDU). Auf Einladung der Liga der freien Wohlfahrt arbeitete er am Donnerstag in der DRK-Kindertagesstätte „Pumuck’l“ im Nordhäuser Ortsteil Bielen. Hier das Arbeitsergebnis...

Minister im Praktikum (Foto: nnz) Minister im Praktikum (Foto: nnz)

„Einen Tag lang Kinder betreuen, füttern, wickeln, trösten, war für mich eine wunderbare Erfahrung. Dieser so genannten „Seitenwechsel“ brachte mir wertvolle Erfahrungen und neue Einsichten in die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern“, – sagte Klaus Zeh der nnz. „Der Kindergarten „Pumuck’l“ in Bielen bietet hervorragende Bedingungen für eine gute Betreuung von Kindern aller Altersstufen.

„Die besonders einfühlsame Art, mit der die Erzieherinnen auf die völlig unterschiedlichen Entwicklungsstufen, Herkünfte und Prägungen der Kinder eingehen, bestimmen die gesamte Arbeit des Teams“, so Zeh weiter. Beeindruckt zeigte sich der Minister über den großen Stellenwert der individuellen Förderung und den familiären Umgang mit den Kindern. Mit ca. 50 zu betreuenden Kindern gehört er zu den kleineren Einrichtungen.

Minister im Praktikum (Foto: nnz) Minister im Praktikum (Foto: nnz)

„Die Leiterin Monika Hildebrandt hat die Einrichtung trotz der knappen Personalausstattung zu einer vorbildlichen Kindertagesstätte gemacht. Die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher ist eine sowohl körperlich schwere als auch nervlich aufreibende. Daher kann man diese Arbeit nicht hoch genug schätzen. Sie verdient einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft.“

Die Landesregierung habe mit dem Beschluss, für weitere 1000 Stellen im Kita-Bereich die Finanzierung zu sichern, die richtigen Weichen gestellt. Jetzt sind die Kommunen aufgefordert, ihrerseits Voraussetzungen für weitere (möglichst 1000) Stellen zu schaffen.“ Der Minister wies darauf hin, dass der Personalschlüssel im Kitagesetz von eins zu sieben, also eine pädagogische Fachkraft auf sieben Kinder im Alter bis zwei Jahren, ein Mindestschlüssel ist.

Der Gesetzgeber wollte im Interesse der Betreuungsqualität absichern, dass eine Mindestgrenze nicht unterschritten werden darf. Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist es die Aufgabe der Städte und Gemeinden, die Betreuung der Kinder optimal zu gestalten. Viele Kommunen haben in ihren Einrichtungen in diesem Alter entsprechend der eigenen Zuständigkeit einen Betreuungsschlüssel von eins zu fünf realisiert. Entgegen anders lautenden Behauptungen stieg die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher nach Angaben des Landesamtes für Statistik in den Jahren 2002 bis 2008 um 590 auf 9986.

Abschließend dankte der Minister dem DRK und Frau Fahrland für die Möglichkeit, sich vor Ort ein Bild über die Arbeit in einer Kindertagestätte machen zu können. „Dem Team der Kindertagesstätte danke ich für die gute Aufnahme. Die wertvollen Einblicke werden in meine weitere Arbeit als Politiker einfließen“, sagte Zeh abschließend.
Autor: nnz

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