Kostenlose Schulmilch ist lecker!, unter diesem Motto startet DIE LINKE in Thüringen eine landesweite Aktion zur Versorgung aller Kinder in Kitas und Grundschulen mit entgeltfreier Milch und Obst. Auch in Nordhausen wird die Aktion vorbereitet...
Aktion (Foto: LINKE)
Gefordert wird, dass die von der Europäischen Union bereitgestellten Mittel zur entgeltfreien Versorgung mit Schulmilch und Schulobst endlich auch in Thüringen genutzt und vom Land gegenfinanziert werden. Gesunde und ausreichende Ernährung ist insbesondere für Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen wichtig, denn es ist unumstritten.
Ein hungriger Bauch lernt nicht gern. Die dramatischen Folgen der wachsenden Kinderarmut in Thüringen zeigen sich auch in den Kindertagesstätten und Schulen. Dass Pausenbrote kostenlos durch die Tafeln in den Schulen verteilt werden müssen und die Nachfrage steigt, ist leider auch in Thüringen zur traurigen Realität geworden, o Direktkandidat Rainer Bachmann. Diese erschreckende Entwicklung endlich zu stoppen, fordere auch DIE LINKE. Nordhausen mit der Aktion "Kostenlose Schulmilch ist lecker!".
Für mich ist die Rumeierei über die Ko-Finanzierung des Schulobstprogramms der EU im Bundesrat und im Vermittlungsausschuss ein Zeichen dafür, dass CDU und SPD sich gegenseitig zu Lasten der Kinder den schwarzen Peter zuschieben, so Bachmann zur nnz.
Es ist wirklich schön, dass diese 2 EU-Programme endlich Gehör erhalten. Allerdings sind die von der Europäischen Union bereitgestellten Mittel NICHT zur entgeltfreien Versorgung mit Schulmilch und Schulobst gedacht. Es ist nur eine Subventionierung.
Das Schulobstprogramm konnte bis jetzt nicht genutzt werden, da es erst im aktuellen Schuljahr 2009/2010 startete. Es ist für den Kauf von frischem Obst und Gemüse gedacht. Nutznießer sollen Kinder in Grundschulen, Förderschulen, Horteinrichtungen und Kindertageseinrichtungen sein.
Die aktuelle Laufzeit des Programms ist der Zeitraum vom 01.08.2009 - 31.07.2010. Thüringen stellt insgesamt 795.380 Euro bereit, davon sind 596.535 Euro EU-Beihilfe. Man könnte also jedem Kind ein, zwei Apfel und eine Tomate kostenlos geben, ODER, was in meinen Augen sinnvoller wäre, täglich suventioniertes Obst und Gemüse anbieten. So ist auch die Grundidee dahinter.
Das Schulmilchprogramm gibt es dagegen schon seit längerer Zeit, bereits über 30 Jahre. Auch in Thüringen wird es bereits - sporadisch - genutzt. Es wird jedoch nicht nur ausschließlich Schulmilch gefördert, sondern auch Joghurt und Käse. Das Programm richtet sich an Grundschulen, Kindergärten und Vorschulen aber auch an weiterführende Schulen.
Die Linke fordert also etwas, was es eh bereits gibt! Also ein Wahlversprechen, welches bereits VOR der Wahl erfüllt wurde. Ganz ohne ihr Zutun. Na wie leicht ist denn das? Liebe Linke, wagt euch doch bitte an ein richtig heißes Eisen um eure Wähler zu überzeugen!
Entschuldigung. Das mit dem Schulobstprogramm ist tatsächlich vom Bundesrat vor knapp 4 Wochen gestoppt wurden. Also, bevor ich hier gleich zerrissen werde, korrigiere ich mich lieber selbst.
JA, das geplante und völlig fertig vorbereitete Schulobstprogramm liegt auf Grund der mangelnden Zahlungsbereitschaft einiger Bundesländer auf Eis. Ich hoffe nur, dass sich Thüringen nicht wegen der knapp 200.000 Euro ebenfalls dagegen wandte.
Sollte dies so sein, dann habe ich die Argumente der Linken trotzdem wieder entzaubert, denn der Einfluss der Linken auf andere Bundesländer und deren Entscheidungen dazu dürfte gering sein!
Wie der vorherige Beitrag schon erwähnt hat, ist diese Aktion schon längst geplant. Schöne eigene Darstellung von den Linken, kurz vor der Wahl in Hoffnung den Eltern der Schulpflichtigen Kinder auf Ihre Partei aufmerksam zu machen.
Je näher der Wahltag rückt, um so stärker wird der Populismus und der Kampf um die eigene Machtkariere. Man hat keine Skrupel, sich bei jeder Gelegenheit in Szene zu setzen.