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Mo, 10:08 Uhr
24.08.2009

Polizeieinsatz Wiehe

Zum Polizeieinsatz in Wiehe (kn berichtete gestern bereits) gibt es eine Wertung der SPD und eine Präzisierung der Polizeimeldung des gestrigen Tages. Beides finden Sie hier...


Den braunen Sumpf endlich trockenlegen!
Mit der Forderung: "Den braunen Sumpf endlich trockenlegen!", reagierte der Landesvorsitzende des Aktionsbündnisses gegen Rechts (Mobit) und SPD-Bundestagskandidat, Steffen Lemme, auf die schlimmen Vorfälle in der Nacht von Samstag auf Sonntag am Rande des Bartholomäus-Marktes in Wiehe. Gleichzeitig bot er an, dass Mobit die Stadt Wiehe in der Auseinandersetzung mit den Rechtsradikalen behilflich sein könne.

Gespräch in Wiehe (Foto: SPD) Gespräch in Wiehe (Foto: SPD) SPD-Landtagskandidat Dr. Andreas Räuber (im Bild links) zeigte sich entsetzt darüber, dass in Wiehe inzwischen ein Klima der Angst entstehe. Dies haben der Ort und der ansonsten gelungene Bartholomäus-Markt nicht verdient. Wenn in Mitteldeutschland an einem Wochenende gleich mehrere brisante Ereignisse anstehen (Fußball-Derbys in Dresden, Leipzig, Erfurt und Berlin; High Field, LA-WM) sei es angesichts der chronischen personellen Unterbesetzung der Polizei nicht verwunderlich, wenn zwischen dem Hilferuf und dem Eintreffen der Polizei rund eine Stunde vergehen.

An die Bürgermeisterin der Stadt Wiehe richten beide Politiker den Appell stärker präventiv auf das Problem des Rechtsradikalismus einzuwirken.
SPD-Kyffhäuserkreis

Hinweis: Das beigefügte Foto (SPD-Kyffhäuserkreis) wurde auf Wunsch der Gesprächspartner aus Angst vor persönlichen Repressalien ausgeschnitten.

Darstellung Polizei
nnz/kn hat zu dem Vorgang nochmals Rücksprache mit der Polizeidirektion Nordhausen gehalten. Pressesprecher Thomas Soszynski sagte gegenüber nnz/kn, dass die Täter, die mit Golfschlägern zugehauen und mit Pfefferspray gesprüht haben, eindeutig dem linken Spektrum zuzuordnen sind. Die Jugendlichen, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden, haben sich dann gewehrt und die Linken bis zu dem Haus verfolgt.
Autor: khh

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Kommentare
doromarx
24.08.2009, 12:20 Uhr
nicht stehen lassen, versuch #2
@redaktion - bitte diesen text abdrucken, den anderen ruhig löschen. da waren noch zuviele kleine tipfehler enthalten und ich habe noch was ergänzt. danke

nein, das kann nicht sein. da muss ich mich jetzt zu melden. ich kann die polizeimeldung so nicht stehen lassen. warum? weil ich es von vielen menschen ganz anders gehört habe.

als ich die erst pressemitteilung dazu las rief ich bekannte und freunde in der region an, um mir erzählen zu lassen, wie sie das wahrgenommen haben. und, es stellt sich ganz anders dar.

wenn hier schon darauf hingewiesen wird, das menschen sich aus angst vor represalien aus einem bild herausschneiden lassen, ist das ein deutliches zeichen. ebenso was ich bei meinen anufen erfuhr.

in wiehe und der umgebung bis artern herrscht streckenweise die bloße angst. angst vor neonazis, die streckenweise das stadtbild prägen und feste dominieren. so auch an diesem wochenende. eine nicht näher bezifferbare anzahl (es schwankt zwischen 15 - 45) an neonazis befand sich auf dem fest und beleidigte menschen, schubste welche zur seite ...kurz um, sie führten sich wie platzhirsche auf. einen alternativ aussehenden jugendlichen beleidigten sie und stubsten ihn herum, er und seine freunde wollten sich das nicht gefallen lassen ...daraus entstand die schlägerei ...und wie es bei festen so ist, schnell finden sich noch andere raufbolde mit ein und keiner weiß mehr wie und was ...es sollen latten oder ähnliches verwendet worden sein, aber genau konnte mir das von meinen bekanten und freunden niemand versichern ...es gab dann wohl noch eine wilde jagd durch die straßen...

was hier deutlich wird, auch wenn ich körperliche gewalt zutiefst ablehne, wenn jugendliche versuchen eine hegemonie eine angstzone, erschaffen durch neonazis, zu brechen, dann müssen sie mit gewalt rechnen und setzen sich dann konsequenterweise zur wehr(was bleibt ihnen übrig, wenn polizei erst nach einer stunde eintrifft, das muss sich mensch mal vorstellen, eine stunde)...so stellt es sich für mich dar ...und ich glaube eher den leuten vor ort,als pressemitteilungen...denn vor ort, da herrscht angst vor den neonazis...so wie herr lemme es schon so schön sagte...

was passiert jetzt? wie kann effektiv was unternommen werden? die politik allein kann es nicht richten ...da gehört die zivilgesellschaft gefordert ...und, erinnern wir uns...in wiehe wurde ein rechter illegaler jugendclub geschlossen, das problem existiert schon wesentlich länger

entschuldigt bitte meine gefühlsbetonten und energischen worte. ich weiß nicht worüber ich mich mehr aufrege...über die nazis oder solche polizeimitteilungen...als mutter eines 15jährigen, da möchte ich nicht mit müttern in wiehe derzeit tauschen. mein mitgefühl haben sie
Carla
24.08.2009, 18:16 Uhr
Erlebnisse des Abends
Der Kommentar von Doro stimmt nicht ganz. Zu sagen ist das 2 Gruppen von Nazis unterwegs waren. Eine direkt am Marktplatz (ca 25 Personen) und eine (ca 10) die eine kleine Gruppe von 4 oder 5 Alternativen Jugendlichen in der Doktor- Madlung Str. angriff. Zu hilfe eilende Alternative (ca 10) griffen mit ein wobei die Nazis Pfefferspray einsetzten. Einem Jugendlichen sprühten sie aus 10 cm Entfernung in die Augen.

Es ist davon auszugehen das der Übergriff geplant war da die Nazis die Gruppe Alternativer durch einen Jugendlichen auspähen ließ der mind die Anzahl per Handy weiter gab. Außerdem hatten die Nazis Quarzsand Handschuhe und einer wollte während der Auseinandersetzung noch zum Auto um seine Eisenstange zu holen.
doromarx
24.08.2009, 19:58 Uhr
danke - interessant
danke carla, für ergänzung und streckenweise richtigstellung. kann ja nur das widergeben was mir freunde und bekannten erzählt haben ...und die haben ja auch nicht alles mitbekommen.

aber so bekommt das ganze doch nen bild. was ich mir nur dabei, jetzt noch mehr als vorher, frage: wie kommt die polizei dann zu einer doch so ganz anderen ansicht, wenn doch leute vor ort es ganz anders beschreiben? macht die polizei ihre arbeit nicht richtig, befragt sie die zeug_innen nicht?

warum braucht die polizei so lange, um vor ort zu erscheinen (sind doch bei verkehrsdelikten etc. immer schnell zur stelle)? warum wird das problem nicht beim namen genannt? <- es zeichnet sich doch nicht erst seit dem wochenende ab, dass es in der region ein vehementes problem mit nazis gibt. wen so ezwas bekannt ist, dann sollte es benannt und offensiv angegangen werden. nur so kann mensch den nazis das feld streitig machen und überlässt es ihnen nicht wortlos.

so kann zivilgesellschaft gestärkt und unterstützt werden. doch wenn immer alles unter dne teppich gekehrt wird, dann wundert es nicht ...und dann ist der schrei nach der politik auch zu spät. es muss was passieren, soviel sollte klar sein ...danke
schnuggi92
25.08.2009, 16:06 Uhr
kommentar
Nun ja ich muss mich einfach zu diesem Thema äußern. Zum einem aus dem Grund, weil ich einfach nicht nachvollziehen kann wie diese pressemeldung zustande gekommen ist und zum anderen, weil ich in Wiehe wohne und sehr wohl mit erlebe wie sich (die noch immer existenten Rechtsradikalen) aufführen.

Um auf die Pressemitteilung einzugehen: Ich persönlich war zwar nicht anwesend bei der Schlägerei, aber ich habe Bekannte welche leider in den Konflikt involviert waren. Sie gehörten zur linken Fraktion und laut ihrer Aussage waren es die Rechten, welche die Schlägerei begannen. Wie auch schon Carla erwähnte, sprühte angeblich ein rechtsradikaler grundlos einem Linken Pfefferspray ins Gesicht. Eine Bekannte berichtete außerdem, dass sie von den Neonazis eingekesselt wurden. Es bestand demnach das Verhältnis 1:3 (in etwa) obwohl man die genaue Zahl der Rechten nicht genau einschätzen konnte.

Aber wie dem auch sei finde ich es eine Frechheit zu sagen, die Linken hätten eine Schlägerei angefangen. Zumal ich sehr gut beurteilen kann wie auffällig sich die "neonazis" benehmen. Auch wenn sie in den letzten wochen und monaten nicht mehr sonderlich aufgefallen sind, legen sie doch ein sonderbares verhalten an den tag. Und im Geheimen hat sicherlich eine große Anzahl Wiehischer Bürger "Angst" vor der unberechenbaren rechtsradikalen Jugend.

Und schon in den letzten JAHren wurden immer häufiger "Anschläge" durch die Neonazis verübt.
Daher kann ich auch nich verstehen, dass es eine geschlagene STunde gedauert hat bis die Polizei eintraf. Die Ausrede der vielen Verastaltungen im Umfeld finde ich mehr als lächerlich. Die Polizei "ihr schneller Helfer" heißt es doch immer! SOnderlich schnell war die HIlfe ja nun wirklich nicht!

Alles in allem sollte man endlich mal tatkräftig gegen die Rechtsradikalen vorgegangen werden. Man sollte nicht nur immer große Töne spucken, sondern Handeln! Und bis jezt, und ich sehe ja was bis her gemacht wurde, ist absolut NICHTS geschehen! Und wenn man nichts dagegen macht wird es immer wieder zu solchen ANgriffen kommen.
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