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Mi, 19:23 Uhr
26.08.2009

nnz-Forum: Widerlich ist kein Ausdruck...

Zu einem Beitrag im Forum der nnz gibt es jetzt ein Statement eines Namensvetters...


Der Artikel der Frau Maria Bachmann (nicht mit mir verwandt) hat mich tief bewegt und mich zu diesem Statement veranlasst. Nimmt sie doch zu den menschenverachtenden NPD-Plakaten Stellung, in dem sie schreibt " Echte Thüringer-falsche Thüringer?! Bitte was!!! Wie kann man einen Menschen mit einem Lebensmittel vergleichen?! Das bleibt mir vollkommen unerschlossen und ich hoffe sehr, dass es vielen Nordhäuser Bürgern genauso geht. Wie war das mit der Menschenwürde, unantastbar und so. Anscheinend zählt die nicht mehr".

Der Artikel gibt mir doch die Zuversicht, dass NordhäuserInnen nicht tatenlos an diesem Plakat vorbei gehen. Was mögen erst unsere ausländischen Mitbürger oder Besucher der KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora empfinden? Es stellt sich doch offenbar die Frage, ob es schon wieder soweit ist, dass man ungestraft unter dem Deckmantel der Demokratie rassistische Parolen verbreiten kann?

Über Parteigrenzen hinweg, müssen alle demokratischen Kräfte diesem Treiben der NPD ein Ende bereiten. Sie ist verfassungs- und demokratiefeindlich. Ein erster Schritt wäre die Einreichung eines erneuten Verbotsverfahrens vor dem Bundeverfassungsgericht in Karlsruhe. Ein NPD-Verbot beseitigt zwar nicht die Ursachen, schränkt aber wenigstens den Handlungs- und Finanzspielraum ein.

Ich kann nur an dieser Stelle dazu aufrufen, dass jeder Bürger gerade auch im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder zur Wahl geht und seine Stimme einer demokratischen Partei gibt. Jedes Kreuz auf dem Wahlzettel für die NPD ist ein Vergehen an unserer nachfolgenden Generation. Als Direktbewerber für den Thüringer Landtag kann ich nur sagen: Jede Stimme, die nicht an die NPD sondern an eine demokratische Partei oder demokratische Wählergemeinschaft geht, ist eine Entscheidung für unsere Demokratie.

Unsere Väter und Großväter haben 1945, als sie im Kohnstein das Grauen gesehen haben, geschworen: “Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“. Diese Worte sollten unvergessen bleiben.
Rainer Bachmann
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
RGL
26.08.2009, 20:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB: Gehört nicht zum Thema
Gonzales
27.08.2009, 11:10 Uhr
Nicht verfassungsfeindlich
Sehen Sie Herr Bachmann, die NPD ist eben nicht verfassungsfeindlich. Auch wenn Herr Schäuble nicht seine V - Männer dort eingeschleust hätte, wäre es nie zu einem Verbot gekommen.

Eine verfassungsfeindliche Partei würde kaum auf einem Wahlzettel der BRD stehen. Über Sinn und Unsinn von Plakaten kann man sich auch streiten und ehrlih gesagt, ih finde die Plakate auch nicht als Bringer. Das sind aber andre Plakate mit Lügenmärchen andrer Parteien auch nicht.

Und sollte es mal zu einem Verbot kommen, wissen Sie Herr Bachmann, wer das nächste Ziel der Verfassungsschützer wird? Ihre Linkspartei, weil linke Chaoten genauso auf den Straßen randalieren. Das die Partei nichts dafür kann ist klar, aber machen Sie das mal den Menschen klar. Bekämpfen Sie mal lieber den undemokratischen Staatskapitalismus in seiner Form und nicht die Peanuts die deswegen abfallen.

PS: Nicht das Sie es falsch verstehen, ich halte nichts von Ausländerhass, möchte auch keine Nazis.
Und ich bringe Ihnen gern zehn ausländische Mitbürger vorbei, die sich mit mir besser verstehen als mit den Behörden dieses so demokratischen Staates. Und ich habe Sie sogar gewählt.

Mit freundlichen Grüßen
Gonzales
27.08.2009, 11:48 Uhr
Nie wieder Krieg
Unsere Väter und Großväter haben 1945, als sie im Kohnstein das Grauen gesehen haben, geschworen: “Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“. Diese Worte sollten unvergessen bleiben.
Rainer Bachmann (nnz)

Völlige Zustimmung! Nur warum führt die BRD dann Krieg in Afghanistan und ist Waffenexporteur - Weltmeister Nummer 3? Ist das Demokratie?
wertheraner
27.08.2009, 14:17 Uhr
Demokratie
Liebe/r Frau/Herr Gonzales,

der Kampfeinsatz in Afghanistan wird von einer Parlamantsarmee geführt. Die enstprechende Entscheidung wurde durch die von der deutschen Mehrheit gewählten Abgeordneten getroffen. Was ist daran undemokratisch? Wenn die Bevölkerung gegen den Einsatz ist, dann soll sie auch die Parteien wählen, die im Parlament dagegen stimmen.

Demokratie besteht aus Kompromissen. Sicher ist derzeit die überwiegende Mehrheit der Bürger Deutschlands gegen den Einsatz in Afghanistan. Die Parteien, die gegen den Afghanistaneinsatz sind, können offenbar in anderen Bereichen bei den Bürgern nicht punkten und haben daher keine Parlamentsmehrheit. Das ist halt ein Kompromiss.

In der Tat ist der Waffenexport per se keine friedensschaffende oder friedenserhaltende Maßnahme. Kommunizieren Sie doch bitte direkt mit den Abgeordneten darüber. Unter http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/index.jsp können Sie mit allen Abgordneten des Deutschen Bundestages in Kontakt treten. Es nützt nichts, wenn hier nur Parolen in den Raum gestellt werden.

Widersprechen muss ich Ihrer Ansicht bei der NPD. Laden Sie sich dorch mal unter http://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/verfassungsschutzbericht/ den letzten Verfassungsschutzbericht herunter. Ich zitiere aus der Seite 64: "Damit stehen die Grundaussagen der Partei inhaltlich im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
Konkretes Handeln und theoretische Grundlagen der Partei sind von einer umfassenden, durchdringenden Ideologisierung geprägt, mithin
von einem geschlossenen rechtsextremistischen Weltbild." Ist das etwa verfassungskonform?

Im Verfassungsschutzbericht werden aber auch extremistische Strukturen bei der Partei "Die Linke" aufgedeckt. Das sollte sich der mündige Bürger mal anschauen. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass diese Partei vor 30 Jahren Feuer und Flamme für die Invasion der Roten Armee in Afghanistan war. Vielleicht ändern sie ja ihre Meinung wieder, wenn sie Regierungsverantwortung übernehmen müssen.

Um mit den Worten des ursprünglichen Autors zu sprechen: "Ich kann nur an dieser Stelle dazu aufrufen, dass jeder Bürger gerade auch im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder zur Wahl geht und seine Stimme einer demokratischen Partei gibt." - Ob die Partei "Die Linke" dazu gehört, möchte der mündige Bürger bitte selbst entscheiden.

Mit den besten Grüßen aus Werther
Gonzales
27.08.2009, 14:35 Uhr
Ja eben, Herr Wertheraner
Ihre Argumente ziehen aber nicht.

Ich sags nochmal, wenn der Verfassungschutz ( der die NPD aber selber unterwandert hat ) der Meinung ist, das es keine demokratische Partei ist, dann gehört die NPD verboten. Solange sie das aber nicht ist ( richterliches Urteil - erinnern sie sich ), ist sie eine demokratische Partei laut unserem Grundgesetz der BRD. So einfach ist das.

Aha, weil der Afghanistan - Krieg durch ein Parlament gedeckt ist, ist er legal und die Toten dort auf beiden Seiten gehen keinen was an. Sehr witzig. Adolf H., dieser Kiegsverbrecher hatte seinen Krieg auch durch das Parlament gedeckt. Und auch G.W. Bush seine Invasionen. Sind sie denn deshalb rechtens? Und wieso werden in Palästina, Usbekistan, Irak und woanders auf der Welt Menschen mit deutschen Waffen ermordet?

Die KOnsequenz aus den von Deutschland entfachten Weltkriegen hätte nur heissen können, das kein einziger soldat irgednwo auf der welt für deutschland kämpft. Ausser zum Schutz des eigenen Landes in den eigenen Grenzen.

Da muss man doch mal die DDR loben, denn ich kann mich nicht erinnern, das bei Honni DDR - Soldaten im Kriegsdienst im Ausland waren.
( Und ich weiss jetzt kommt das Argement, es wäre kein Krieg in Afghanistan - dann frag ich mich wie die ganzen Toten herkommen )

Aber wo sie recht haben , haben sie recht... Wählt bitte keine Partei die junge Menschen nach Afghanistan in den Krieg jagt und keine Partei, die nach der Pfeife der deutschen Waffenlobby tanzt!
wertheraner
27.08.2009, 15:36 Uhr
Verbot
Liebe/r Frau/Herr Gonzales,

nun habe ich meine Argumente mit Tatsachen untermauert. Ob die ziehen oder nicht ist eine andere Frage.

Recht haben und Recht bekommen, ist manchmal nicht einerlei. Die Verfassungsschutzorgane sind nicht legitimiert einen Verbotsantrag zu stellen. Soweit ich weiß, dürfen das nur Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung. Auch ich bin damit unzufrieden, dass das Verfahren ins Stocken geraten ist. Vielleicht kann einer der hier lesenden Parlamentarier Stellung nehmen.

Auch wenn die rechtsexteme NPD "demokratisch" in ihren Namen trägt und noch nicht verboten ist, so ist sie doch aus der Sicht des mündigen Bürgers keine demoktratische Partei.

Dass uns die Toten des Afghanistan-Einsatzes etwas angehen unterlege ich mit der Anteilnahme der Bevölkerung von Bad-Salzungen für die drei gefallenen Soldaten im 2. Juli diesen Jahres. Weiterhin gab es eine umfangreiche Medienberichterstattung über die zentrale Trauerfeier. Auch die anderen Todesfälle haben die Bevölkerung nicht kalt gelassen. Persönlich bin ich nicht der Meinung, dass wir uns in gleichem Maße der gefallenen Taliban-Terroristen annehmen müssen. Ich begrüße aber die Anteilnahme und an der Diskussion über die Tod und Verwundung bei der Zivilbevölkerung. Lassen Sie uns doch gemeinsam zur Eröffnung des Bundeswehr-Ehrenmals, welches in meinen Augen eher ein Mahnmal ist, nach Berlin fahren und gemeinsam etwas dagegen tun, dass die Toten vielen nichts angehen.

Witzig finde ich Ihre Argumentationen im Übrigen nicht. Die letzte demokratische Reichstagswahl hat 1933 statt gefunden. Der zweite Weltkrieg begann erst sechs Jahre später. Mir fehlt da etwas der Zusammenhang in Ihrem Text.

Auf Ihre Frage bezüglich deutscher Waffen möchte ich mit einer Gegenfrage antworten: Warum stehen den deutschen Waffen in aller Welt Waffen aus den USA, aus GB, aus Russland, aus Spanien und und und gegenüber? So lange Länder aufrüsten, wird auch die Gegenseite stets Rüstungsgütern nachfragen. Das Übel ist daher an der Wurzel zu packen. Und das funktioniert am besten mit einer freiheitlichen domkratischen Grundordnung. Oder haben wir etwa Bürgerkrieg in Deutschland? Aber vielleicht kommt das noch mit der NPD.

Kann man denn in seinen eigenen Grenzen bleiben, wenn man von dort nicht wirken kann?

Zwar hat sich die Nationale Volksarmee (sicher bis auf nachrichtendienstliche Unterstützungsleistungen) nicht offen am Afghanistan-Krieg beteiligt. Aber die SED-Führung hat nun mal nachweislich die Invasion der Roten Armee mental unterstützt und nichts dagegen unternommen. Der Boykott vieler westlicher Staaten an den olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau wurde von der SED (jetzt Die Linke) ignoriert.

Herzlichst Ihr Wertheraner

P.S.: Sind Sie nun Herr oder Frau Gonzales?
Gonzales
27.08.2009, 16:16 Uhr
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