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Sa, 17:32 Uhr
19.09.2009

Das war eine Zumutung

In der vergangenen Woche hatte sich die Elf von Wacker Nordhausen bei einem Aufsteiger eine 0:3 Klatsche holen müssen. Ob die Jungs von Trainer nach sechs Tagen die Müdigkeit abtrainiert hatten? Im Albert-Kuntz-Sportpark wurde heute die Antwort gegeben.

Blamables Spiel (Foto: nnz) Blamables Spiel (Foto: nnz)

Und wieder war es ein Aufsteiger, der den Nordhäusern das sportliche Leben schwer machen wollte. Nordthüringen-Derby war mit Leinefelde angesagt. Wie es um den Verein steht, wurde schon vor dem Anpfiff deutlich: Da gab es für die Presse nicht mal die Mannschaftsaufstellung, da erst der Drucker und dann das notwenige Papier fehlte. Die Elf von Nordhausen war erst einmal vollzählig.

Mit dabei auch Jäschke, der in der 4. Minute für das erste Achtungszeichen in Form eines 20-Meter-Schusses sorgte. Zwei Minuten später konnte Marcus Vopel eine Unsicherheit in der Leinefelder Abwehr nicht nutzen.

Nach 15 Minuten erhöht Wacker den Druck, kommt mit Lars Pohl und Torsten Klaus zu weiteren Chancen (19. und 20.). Gleichzeitig werden aber auch die althergebrachten Fehler sichtbar. Schlechte Zuspiele, Flanken ideenlos nach vorn. Im Zweifel dorthin, wo niemand steht. Martin Kolan, der nach seiner umstrittenen Roten Karte in Altenburg, auf der Bank saß, konnte da nur noch mit dem Kopf schütteln.

Ob Wacker-Trainer Frank Rosenthal seiner Mannschaft eine Spitze oder zwei verordnete, war selbst von Taktisch Bewanderten nicht leicht auszumachen. Torsten Klaus ist nun mal nicht der schnellste Mann auf dem Platz und Sven Pistorius musste mehr im Mittelfeld aushelfen, als er für Gefahr vor dem Tor der Gäste sorgen konnte. Und wenn die Nordhäuser einen einigermaßen erfolgversprechenden Angriff geschenkt bekamen, dann stolperten sie über die eigenen Beine oder scheiterten am Egoismus von Torsten Klaus (35.), der Pistorius freistehend „übersah“.

Blamables Spiel (Foto: nnz) Blamables Spiel (Foto: nnz)

Und so plätscherte das Spiel weiter vor sich hin, die Sonne schien und die 331 Zuschauer verloren so langsam und sicher die Lust am Zuschauen. Dann die 44. Spielminute, zwei Leinefelder waren frei vor dem Nordhäuser Tor. Einer davon war Martin Weinrich, der sich die Ecke aussuchen konnte. Wer es nicht glaubt – die Gäste führten 1:0.

In der Halbzeitpause wurde Vopel gegen Kohlhause ausgewechselt. Viel geändert hat das am heillosen Durcheinander auch nicht, obwohl sich der Neuzugang durchaus mühte. Im Gegenteil, die Leinefelder kamen durchaus frecher aus der Kabine. Gespielt wurde nicht viel bis zur 60. Minute. Die Eichsfelder „kämpften“ eher um Minuten, die Nordhäuser rannten dem Ausgleich hinterher. Was sich ab und an im Leinefelder Strafraum abspielte, war als allgemeine Verunsicherung zu bezeichnen.

Blamables Spiel (Foto: nnz) Blamables Spiel (Foto: nnz)

Dann ein Handspiel eines Leinefelders in der 64. Minute. Den Strafstoß versenkte Klaus in der linken Ecke des Gästetors. Wer jedoch dachte, dass die Gastgeber jetzt mal Gas gaben, der sah sich getäuscht. Wacker kämpfte zwar, Leinefelde hatte in der 73. eine 100prozentige Chance.

Und so näherte sich dieses Spiel auf niedrigem Niveau seinem Ende entgegen. In der 85. Minute wurde die Wackerabwehr wieder ausgekontert, dank der Unfähigkeit des Leinefelders Küntzelmann konnte das zweite Tor der Gäste vermieden werden.

Eine Minute vor dem regulären Ende wechselte Nordhausens Trainer Jäschke und Biesenbach aus (warum?). Auch nach dem Ende dieses Spiels muss das Präsidium diese und andere grundsätzliche Fragen an die Mannschaft und an den Trainer stellen. Landesligafußball sieht anders aus. Auch in Nordhausen.
Autor: nnz

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