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So, 16:12 Uhr
08.11.2009

Polizeiaufgebot zu Gästefans= 1:1

Rund 30 Schlachtenbummler aus Gera hatten sich heute auf den Weg nach Nordhausen gemacht, empfangen wurden sie von mehr als 30 Beamten der Polizei. Herzlich willkommen im Polizei-Sportpark in Nordhausen. Das Aufgebot an staatlicher Gewalt war angebracht...

Wacker gegen Gera (Foto: nnz) Wacker gegen Gera (Foto: nnz)
Ein überglücklicher Torsten Klaus nach dem 2:1

Unterstützt von den Gesängen ihrer Fans, bestimmten die Geraer in den ersten Minuten das Geschehen auf dem Platz. In der 7. Minute dann die erste ernstzunehmende Situation für die Nordhäuser. Martin Kolan startete einen 30-Meter-Lauf und zog aus ebenso vielen Metern in Richtung Tor ab.

Im Gegenzug dann ein Abwehrfehler in der Nordhäuser Abwehr. Sebastian Elle haut über den Ball, der danebenstehende René Haase lässt sich diese Chance nicht entgehen. In der 8. Minute steht es 0:1 für die Gäste aus Ostthüringen, deren Anhang nun völlig aus dem Häuschen ist.

In der 13. Minute war es wiederum Kolan, der mit einem Gewaltschuss für Gefahr sorgte. Dessen Mitspieler sorgten derweil im Mittelfeld für die bekannten Abspielfehler und die Geraer machten das Spiel. Auf der Seite der Gastgeber sorgten die jungen Benedikt Streicher und Marcel Pezely aus der Wacker-Reserve für einigermaßen Unruhe vor dem Tor der Gäste. Da waren etwas über 20 Minuten gespielt.

Jetzt konnten sich die Nordhäuser ein wenig befreien, ihrerseits den Druck erhöhen und Spielanteile gewinnen. Andererseits verwiesen einige der Fans im Geraer Block auf den Artikel 5 im Grundgesetz, der sich der Meinungsfreiheit widmet. Wer da der Adressat sein sollte, kann nur gemutmaßt werden.

In der 32. Minute der erste Knallkörper aus dem Fanblock. Die Polizei marschiert auf, Chaoten versammeln sich. Fußball wird aber auch noch gespielt, nur Zählbares will nicht gelingen. Dafür der zweite Böller in der 43. Minute. Zwei Minuten später der Ausgleich: Rechts setzt sich Martin Kolan durch, flankt vors Tor, Sven Pistorius verlängert und Torsten Klaus ist auf dem richtigen Platz und kann den Ball ins linke Eck schießen. Jetzt wacht auch der Wacker-Anhang auf, die Geraer Ecke ist ruhiger geworden. Wenig später ist Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit ist mal gerade drei Minuten alt und vermutlich auch die Ansprache von Jens Ludwig in der Kabine, da dribbelt sich Pistorius in Richtung Strafraum der Geraer durch. Kurz vor der Strafraumgrenze wird er unfair vom Ball getrennt. Torsten Klaus lässt sich diese Möglichkeit nicht entgehen und haut den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins rechte Eck. 2:1.

Und Wacker setzt nach. Pezely scheitert in der 54. Minute, zuvor agiert Martin Jäschke zu zaghaft im Abschluss. In der Abwehr von Wacker wird indes weiter gepennt, nach einer Ecke in der 58. Minute spitzelt Steven Obst das Leder ins Wacker-Tor. Das Spiel ist auch für die 537 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark wieder offen.

Wacker gegen Gera (Foto: nnz) Wacker gegen Gera (Foto: nnz) Die sehen einen überglücklichen Benedikt Streicher (Foto), der in der 63. Minute einen Angriff von Wacker mit einem herrlichen Schuss aus halbrechter Position abschließt und damit seine bisher sehr gute Leistung krönt. Verdient geht Wacker wieder in Führung – 3:2. Die Gesänge der Geraer sind verstummt.

Dann die 67. Minute, wieder läuft Angriffsmaschinerie der Nordhäuser. Unglaubliche Szenen spielen sich im gegnerischen Strafraum ab und wieder bestimmen die „Reservisten“ Pelzely und Streicher das Geschehen. Letztlich müssen aber auch sie zusehen, wie Torwart Mark Reiter den Ball kurz vor der Torlinie festhalten kann. Da waren 70 Minuten gespielt.

Langweilig wurde es danach nicht, auch, weil sich Gera nicht geschlagen gibt und deren Angreifer immer wieder sträflich frei vor dem Wacker-Tor auftauchen können (75. und 77.). Nach 79 Minuten wird Streicher gegen Florian Dießel ausgewechselt und vom Publikum mit Beifall bedacht.

Wenn Torsten Klaus in einigen Szenen nicht überegoistisch spielen würde, hätte sich weitere Chancen für die Gastgeber ergeben. Hier scheint es pädagogischen Handlungsbedarf bei Neu-Trainer Jens Ludwig zu geben. Martin Kolan treibt weiter an und bedient die Vorderleute. Die Minuten rennen den Geraern davon, doch der Sieg ist nicht sicher.

Beifall in der 90. Minute, da wird Pezely gegen Christoph Biesenbach ausgewechselt. Noch wird gespielt, der letzte Angriff der Gäste, der Ball geht am Tor vorbei. Der Wechsel Klaus gegen Dominik Kohlhause hat nur noch statistischen Wert. Dann pfeift Jan Schröder ab.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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