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Mo, 19:34 Uhr
09.11.2009

Bedarf steigt

Beim heutigen Jugendhilfeausschuss des Landkreises stand die Bedarfsplanung für Kindertagesstätten im Mittelpunkt. Heike Kopischke, im Landratsamt zuständig für diese Planung, zeigte in kurzen Stichworten die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre auf – passend zum heutigen Jubiläumstag...


1990 gab es im Landkreis 167 Kitas, davon 57 Krippen. Heute gibt es 49 Kindertageseinrichtungen. Einen ersten Einbruch gab es aufgrund der zurückgehenden Nachfrage von 1991 bis 1992: Damals sank die Zahl der Kitas von 160 auf 97. In den Jahren 1993 bis 1995 vollzog sich der Abbau weiter. 2007 gab es in Hamma die vorerst letzte Schließung einer Kita. Vor 15 Jahren betreuten die Kitas im Landkreis noch rund 5.000 Kinder. Heute sind es knapp 2.800 Kinder. Rund 320 von ihnen sind zwischen null und zwei Jahre alt, fast 80 Hortkinder werden in Kitas betreut. Tagesmütter spielen bislang kaum eine Rolle.

Der zukünftige Bedarf an Kita-Plätzen wird anhand der Kita-Cards ermittelt, die der Landkreis ausgibt. Miteinbezogen werden auch die Geburtenzahlen. Laut der bislang ausgegebenen Kita-Cards, die Eltern für einen Betreuungsplatz brauchen, liegt der Bedarf für 2010 bei 3.375 Plätzen. Die derzeitige Kapazität liegt bei 3.509 Plätzen. Angestiegen ist der Betreuungswunsch für unter Zweijährige und für Hortkinder. Etwa drei von vier Grundschülern besucht derzeit einen Hort. Schwierig sei es derzeit vorherzusagen, wie sich das neue Kita-Gesetz auswirken wird, so Heike Kopischke.

An diesem Gesetz wird in Erfurt derzeit gebastelt, es soll bereits zum nächsten Kindergartenjahr 2010/11 in Kraft treten. Dann soll in Thüringen auch ab dem ersten Geburtstag ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bestehen, derzeit gilt dieser Anspruch ab zwei Jahren. Gleichzeitig erhalten aber auch Eltern ein Betreuungsgeld, wenn sie ihr Kind zuhause behalten. Der Bedarfsplan wird in den kommenden Tagen ausgelegt, damit freie Träger und Eltern Einblick nehmen können. Genaueres wird noch bekannt gegeben.

Außerdem wählten die Ausschussmitglieder heute Hans-Joachim Arendt zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses. Andreas Weigel wählten sie bereits in der konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden. Der Jugendhilfeausschuss bildete zudem einen Unterausschuss zur „Förderung der freien Jugendhilfe/Haushalt“, der vorberatend nicht öffentlich tagen wird. Einen solchen Ausschuss hat sich bereits in den vergangenen Legislaturperioden als erfolgreich erwiesen.

Die Mitglieder beschlossen, dass im Unterausschuss Doris Eisfeld die Kreistagsfraktion der CDU vertritt, Andreas Weigel die SPD, Alexander Scharff die Linke und Hans-Joachim Arendt die FDP. Christine Wagner als Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales vertritt die Verwaltung, eine weitere Verwaltungsfachkraft wird themenbezogen eingeladen. Die freien Träger vertreten Sophia Amtor (Horizont), Norbert Klodt (Caritas) und Andreas Meyer für den Kreisjugendring, der in der heutigen Sitzung zusätzlich vorgeschlagen wurde.

Loni Grünwald (LINKE), 2. Beigeordnete, beantwortete die Anfrage von Stefan Nüßle aus dem Kreistag zu Zwangsadoptionen in der DDR. Die Verwaltung hat keinen Anhaltspunkt gefunden, dass es im Landkreis zu solchen Zwangsadoptionen gekommen ist. Norbert Klodt nutzte die Gelegenheit und lobte die Arbeit der Landkreisverwaltung bei der Adoptionsvermittlung, Pflegschaften und die spätere Suche von Adoptionskindern nach der eigenen Herkunft. Zur Haushaltsplanung gab es keine Neuigkeiten, da die notwendigen Rahmendaten der Landeszuweisungen unklar sind. Dieses Thema wird im nächsten Ausschuss im Dezember erneut beraten.
Autor: nnz

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