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Mi, 10:29 Uhr
02.12.2009

Mehrfache Herausforderungen

"Aus Sicht der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) wird das Jahr 2010 das Jahr der Herausforderungen werden". Das sagte jetzt ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller. Nach einer ersten Prognose wird im Landkreis Nordhausen ein Ansteigen der Arbeitslosen im Verantwortungbereich der ARGE erwartet.


Diese Prognosen stützen sich auf Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Deshalb wird es nötig sein, schon jetzt nach neuen Wegen und Lösungen zu suchen, um die zusätzlichen Menschen, die dann als hilfebedürftig gelten, umfassend und individuell zu betreuen.

Allerdings gibt es auch Entwicklungen, die für die Kunden der ARGE sehr vorteilhaft sein werden und die so im Koalitionsvertrag festgeschrieben sind. So wird die Höhe des Schonvermögens verdreifacht, auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten werden sich verbessern. Dadurch wird sich automatisch der Personenkreis erhöhen, die dann Anspruch auf Leistungen haben. Es sind dann einfach mehr Menschen im System. Inwieweit es im kommenden Jahr neue Regelsätze für das Arbeitslosengeld II generell gibt, bleibt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts überlassen. Dessen Richter wollen klären, was "menschenwürdiges Leben" bedeutet.

Zusätzlich wird im kommenden Jahr der Prozess der Umorganisierung der Arbeitsgemeinschaften beginnen. Es wird - so ist es der derzeitige Wille der Bundesregierung - zu einer getrennten Wahrnehmung der Aufgaben kommen. Für die Hartz-IV-Empfänger werden ab dem Jahr 2011 sowohl die Arbeitsagentur als auch die Sozialverwaltung des Landratsamtes zuständig sein.

Aus diesem Grund muss es bereits ab dem 1. Juli 2010 getrennte Bescheide für die Kunden der ARGE geben. Allein durch diese Umstellung kommen im nächsten Jahr rund 500.000 Euro zusätzliche Kosten auf den Landkreis Nordhausen zu.
Autor: nnz

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