Di, 10:42 Uhr
08.12.2009
Wieninger: Nicht hinnehmbar
In der nnz hatte Matthias Mitteldorf die Zustände bei der Deutschen Bahn allgemein und am Nordhäuser Bahnhof im Speziellen kritisiert. Jetzt gibt es dazu eine Reaktion von Andreas Wieninger...
"Die Schwierigkeiten am Bahnhof Nordhausen sind leider kein Einzelfall", sagt Andreas Wieninger, der übrigens nicht der Vorsitzende der Bahngewerkschaft, sondern der stellvertretende Vorsitzende für den Bereich Nordthüringen ist. "Diese Zustände können auch wir nicht akzeptieren, weder im Interesse der Reisenden, noch im Interesse der durch uns vertretenen Kollegen und Kolleginnen, die täglich, unter manchmal nicht einfachen Bedingungen Kundenfreundlichkeit, Qualität und Service bieten.
Grundsätzlich muss man natürlich sagen, das Unternehmen Deutsche Bahn AG ist nach wie vor im Besitz des Bundes. Und eben vom Bund kommen die grundsätzlichen Vorgaben an das Unternehmen wirtschaftlich gute Ergebnisse zu erreichen. Ein solches Ansinnen ist zunächst einmal völlig legitim. Nur welche Auswüchse das an der einen oder anderen Stelle hat, kann man an den genannten Beispielen gut nachvollziehen."
Ab dem Fahrplanwechsel sei geplant, die elektronischen Abfahrtstafeln für den Bahnhof Nordhausen von Eisenach aus steuern zu lassen. Gleiches sei mit den Ansagen geplant. "Grundsätzlich", so Wieninger weiter, "bietet die Technik natürlich solche Möglichkeiten, mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte von einer Stelle aus zu bedienen. Und genau da sehen wir als Gewerkschaft auch die Schwierigkeiten. Wenn Ansagen gleichzeitig für mehrere Bahnhöfe zu tätigen sind, ein Mensch aber natürlich nicht gleichzeitig mehrere Ansagen tätigen kann, kommt es vor, dass an den Bahnsteigen Ansagen zu hören sind, wenn der Zug überhaupt noch nicht da ist, oder schon abgefahren ist. Die Reisenden quittieren dies in der Regel mit Unverständnis und Kopfschütteln, Und dies zu Recht!"
Als Gewerkschaft können man sich nicht wirtschaftlichen Überlegungen verschließen. "Dies tun wir auch nicht. Wenn aber Mängel in der Qualität oder schlechter Service dazu führen das sich Kunden alternative Reisemöglichkeiten suchen, so verschlechtert sich in der Folge auch das Ergebnis durch mangelnde Umsätze. In diesen Fällen sind wir immer ganz klar der Auffassung, Personal vor Ort zu belassen. Dies vor allem deshalb, damit im Falle von Störungen, Verspätungen oder weiteren Problemen direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sorgt Personal vor Ort für das Sicherheitsbedürfnis der Reisenden und vorbeugend gegen Vandalismus.
Da Nordhausen in Nordthüringen ein wichtiger Umsteigebahnhof ist, halten wir es für dringend erforderlich, entsprechendes Personal hier zu belassen.
Die Fahrstühle in Nordhausen sollen ab dem Fahrplanwechsel rund um die Uhr nutzbar sein. Auch hier stellt sich im Störungsfall für uns die Frage, wie lange dauert es in so einem Fall bis Personal zur Stelle ist um eingesperrte Reisende zu befreien? Hier muss eine Lösung vor Ort her, zum Beispiel über die Berufsfeuerwehr der Stadt. Ich werde das Thema auch im entsprechenden Ausschuss des Stadtrates vortragen", so Wieninger.
Autor: nnz"Die Schwierigkeiten am Bahnhof Nordhausen sind leider kein Einzelfall", sagt Andreas Wieninger, der übrigens nicht der Vorsitzende der Bahngewerkschaft, sondern der stellvertretende Vorsitzende für den Bereich Nordthüringen ist. "Diese Zustände können auch wir nicht akzeptieren, weder im Interesse der Reisenden, noch im Interesse der durch uns vertretenen Kollegen und Kolleginnen, die täglich, unter manchmal nicht einfachen Bedingungen Kundenfreundlichkeit, Qualität und Service bieten.
Grundsätzlich muss man natürlich sagen, das Unternehmen Deutsche Bahn AG ist nach wie vor im Besitz des Bundes. Und eben vom Bund kommen die grundsätzlichen Vorgaben an das Unternehmen wirtschaftlich gute Ergebnisse zu erreichen. Ein solches Ansinnen ist zunächst einmal völlig legitim. Nur welche Auswüchse das an der einen oder anderen Stelle hat, kann man an den genannten Beispielen gut nachvollziehen."
Ab dem Fahrplanwechsel sei geplant, die elektronischen Abfahrtstafeln für den Bahnhof Nordhausen von Eisenach aus steuern zu lassen. Gleiches sei mit den Ansagen geplant. "Grundsätzlich", so Wieninger weiter, "bietet die Technik natürlich solche Möglichkeiten, mehrere Bahnhöfe und Haltepunkte von einer Stelle aus zu bedienen. Und genau da sehen wir als Gewerkschaft auch die Schwierigkeiten. Wenn Ansagen gleichzeitig für mehrere Bahnhöfe zu tätigen sind, ein Mensch aber natürlich nicht gleichzeitig mehrere Ansagen tätigen kann, kommt es vor, dass an den Bahnsteigen Ansagen zu hören sind, wenn der Zug überhaupt noch nicht da ist, oder schon abgefahren ist. Die Reisenden quittieren dies in der Regel mit Unverständnis und Kopfschütteln, Und dies zu Recht!"
Als Gewerkschaft können man sich nicht wirtschaftlichen Überlegungen verschließen. "Dies tun wir auch nicht. Wenn aber Mängel in der Qualität oder schlechter Service dazu führen das sich Kunden alternative Reisemöglichkeiten suchen, so verschlechtert sich in der Folge auch das Ergebnis durch mangelnde Umsätze. In diesen Fällen sind wir immer ganz klar der Auffassung, Personal vor Ort zu belassen. Dies vor allem deshalb, damit im Falle von Störungen, Verspätungen oder weiteren Problemen direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sorgt Personal vor Ort für das Sicherheitsbedürfnis der Reisenden und vorbeugend gegen Vandalismus.
Da Nordhausen in Nordthüringen ein wichtiger Umsteigebahnhof ist, halten wir es für dringend erforderlich, entsprechendes Personal hier zu belassen.
Die Fahrstühle in Nordhausen sollen ab dem Fahrplanwechsel rund um die Uhr nutzbar sein. Auch hier stellt sich im Störungsfall für uns die Frage, wie lange dauert es in so einem Fall bis Personal zur Stelle ist um eingesperrte Reisende zu befreien? Hier muss eine Lösung vor Ort her, zum Beispiel über die Berufsfeuerwehr der Stadt. Ich werde das Thema auch im entsprechenden Ausschuss des Stadtrates vortragen", so Wieninger.


