Mo, 07:05 Uhr
11.01.2010
NSV-Handballer trotzten dem Titelverteidiger
Mit dem SV Hermsdorf gab der Pokalverteidiger seine Visitenkarte in der Nordhäuser Ballspielhalle ab. Mit Geschick und mit Fortuna im Bunde entging er nach 60 Spielminuten einem Favoritensturz.
Das Pokalspiel gegen den Oberligaspitzenreiter sollte ein echter Härtetest für die NSV Handballer vor der am 23. Januar beginnenden Rückrunde werden. Trotz des angekündigten Wintersturms Daisy fanden viele Handballfans den Weg in die Halle. Sie wurden nicht enttäuscht. Sie erlebten den ersten Handballkrimi des neuen Jahres.
Gästespieler Steffan Riedel eröffnete die Partie mit dem 0:1. Der am Ende der Begegnung treffsicherste Nordhäuser Thomas Riemekasten (11 Treffer) konnte den Ausgleich erzielen, bevor der SVH zur Anfangsoffensive überging. Drei Treffer in Folge und der Favorit setzte sich früh mit 4:1 ab. Christian Flötling und Sebastian Kreutz schafften mit ihren Treffern zum 3:4 wieder den Anschluss.
Zwar bauten die Gäste die Führung auf 6:3 aus, das Spiel selbst konnten sie aber nicht unter Kontrolle bringen. Der NSV spielte seine Möglichkeiten geschickt aus und überstand so die ersten 12 Spielminuten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren nur mit 6:9 zurück. Matthias Thiele eröffnete die Aufholjagt und Sebastian Kreutz beendete diese mit einer 10:9 Führung.
Der Favorit vom Autobahnkreuz geschockt und mit stumpfen Waffen kämpfend. Nach dem 10:10 entzauberte der Underdog vom Südharz den Titelverteidiger mit einer 15:12 Halbzeitführung. Im Vorfeld verlangte SVH Trainer Jens Friedrich, auf der Internetseite des Vereins, einen Sieg. Ein Pokal -Aus wäre eine Blamage… so Friedrich. Die Halbzeitpredigt war dementsprechend und verfehlte ihr Wirkung nicht.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen sie sogleich die Initiative und verkürzten auf 16:15. In dieser Phase hielten die Nerven von Stefan Fuhrmann, der drei Würfe in Folge im SVH Tor zum 19:16 versenkte. Die Gäste spielten nun die Routine eines Tabellenführers aus. Durch ihre Ausgeglichenheit waren sie nur schwer ausrechenbar. Dies nutzten sie um in der 40. Spielminute den Ausgleich zu erzielen.
In den anschließen 10 Minuten warfen die Akteure auf dem Parkett 12 Treffer. Aus diesem Schlagabtausch ging aber kein Sieger hervor. Der NSV hatte dem SVH getrotzt. Beim Stand von 25:25 wurde der Schlussspurt eingeläutet. Wieder kamen die Gäste besser aus den Startlöchern. Das Spiel hatte für die Nordhäuser scheinbar zu viel Kraft gekostet. Doch den Rückstand von 25:27 wandelten sie in eine 28:27 Führung um. Ein Klassenunterschied zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar und die Halle stand Kopf.
Mit dem Treffer der Gäste zum 29:29 in der 57. Spielminute war alles wieder offen. Zwei Treffer in Folge von Thiele sollte die Entscheidung bringen. Der NSV führte 90 Sekunden vor Schluss mit 31:29. Der SVH ging zur Manndeckung über, was den Nordhäuser Spielfluss spürbar störte. Anstatt den Wurf auf das Tor zu verzögern, um über die Spielzeit zu kommen, ließen sie sich anstecken und vergaben. Die Gäste machten es da besser. Mit Erfahrung und Glück glichen sie aus und sicherten sich praktisch mit dem Schlusspfiff den Einzug in die nächste Runde(31:32).
Der Pokalverteidiger wankte, fiel aber nicht. Eine Sensation war möglich, doch am Ende entschied die clevere Mannschaft das Spiel für sich. Für die Nordhäuser bleibt die Erfahrung den richtigen Weg in Meisterschaft und Pokal eingeschlagen zu haben. Ein tolles Mannschaftsergebnis bei der Steffan Fuhrmann und Thomas Riemekasten mit 21 Treffern am torhungrigsten waren.
Die Gäste beglückwünschten den NSV zu seiner außergewöhnlichen Leistung. Die SVH Spieler wussten, dass sie eine Blamage gerade noch einmal abwenden konnten. Anzumerken bleibt, dass das Spiel mit nur 6 Zeitstrafen äußerst fair verlief.
Sören Ahlert/ Kay Näther/ Karsten Scholz/ Stefan Fuhrmann 10/ Thomas Riemekasten 11/ Christian Müller 1/ Matthias Thiele 7/ Sebastian Kreutz 2/ Michael Spieß 2/ Marcel Effenberger / Christian Flötling 2/ Andreas Ramanot/ Sven Hirthammer
Frank Ollech
Autor: nnzDas Pokalspiel gegen den Oberligaspitzenreiter sollte ein echter Härtetest für die NSV Handballer vor der am 23. Januar beginnenden Rückrunde werden. Trotz des angekündigten Wintersturms Daisy fanden viele Handballfans den Weg in die Halle. Sie wurden nicht enttäuscht. Sie erlebten den ersten Handballkrimi des neuen Jahres.
Gästespieler Steffan Riedel eröffnete die Partie mit dem 0:1. Der am Ende der Begegnung treffsicherste Nordhäuser Thomas Riemekasten (11 Treffer) konnte den Ausgleich erzielen, bevor der SVH zur Anfangsoffensive überging. Drei Treffer in Folge und der Favorit setzte sich früh mit 4:1 ab. Christian Flötling und Sebastian Kreutz schafften mit ihren Treffern zum 3:4 wieder den Anschluss.
Zwar bauten die Gäste die Führung auf 6:3 aus, das Spiel selbst konnten sie aber nicht unter Kontrolle bringen. Der NSV spielte seine Möglichkeiten geschickt aus und überstand so die ersten 12 Spielminuten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren nur mit 6:9 zurück. Matthias Thiele eröffnete die Aufholjagt und Sebastian Kreutz beendete diese mit einer 10:9 Führung.
Der Favorit vom Autobahnkreuz geschockt und mit stumpfen Waffen kämpfend. Nach dem 10:10 entzauberte der Underdog vom Südharz den Titelverteidiger mit einer 15:12 Halbzeitführung. Im Vorfeld verlangte SVH Trainer Jens Friedrich, auf der Internetseite des Vereins, einen Sieg. Ein Pokal -Aus wäre eine Blamage… so Friedrich. Die Halbzeitpredigt war dementsprechend und verfehlte ihr Wirkung nicht.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen sie sogleich die Initiative und verkürzten auf 16:15. In dieser Phase hielten die Nerven von Stefan Fuhrmann, der drei Würfe in Folge im SVH Tor zum 19:16 versenkte. Die Gäste spielten nun die Routine eines Tabellenführers aus. Durch ihre Ausgeglichenheit waren sie nur schwer ausrechenbar. Dies nutzten sie um in der 40. Spielminute den Ausgleich zu erzielen.
In den anschließen 10 Minuten warfen die Akteure auf dem Parkett 12 Treffer. Aus diesem Schlagabtausch ging aber kein Sieger hervor. Der NSV hatte dem SVH getrotzt. Beim Stand von 25:25 wurde der Schlussspurt eingeläutet. Wieder kamen die Gäste besser aus den Startlöchern. Das Spiel hatte für die Nordhäuser scheinbar zu viel Kraft gekostet. Doch den Rückstand von 25:27 wandelten sie in eine 28:27 Führung um. Ein Klassenunterschied zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar und die Halle stand Kopf.
Mit dem Treffer der Gäste zum 29:29 in der 57. Spielminute war alles wieder offen. Zwei Treffer in Folge von Thiele sollte die Entscheidung bringen. Der NSV führte 90 Sekunden vor Schluss mit 31:29. Der SVH ging zur Manndeckung über, was den Nordhäuser Spielfluss spürbar störte. Anstatt den Wurf auf das Tor zu verzögern, um über die Spielzeit zu kommen, ließen sie sich anstecken und vergaben. Die Gäste machten es da besser. Mit Erfahrung und Glück glichen sie aus und sicherten sich praktisch mit dem Schlusspfiff den Einzug in die nächste Runde(31:32).
Der Pokalverteidiger wankte, fiel aber nicht. Eine Sensation war möglich, doch am Ende entschied die clevere Mannschaft das Spiel für sich. Für die Nordhäuser bleibt die Erfahrung den richtigen Weg in Meisterschaft und Pokal eingeschlagen zu haben. Ein tolles Mannschaftsergebnis bei der Steffan Fuhrmann und Thomas Riemekasten mit 21 Treffern am torhungrigsten waren.
Die Gäste beglückwünschten den NSV zu seiner außergewöhnlichen Leistung. Die SVH Spieler wussten, dass sie eine Blamage gerade noch einmal abwenden konnten. Anzumerken bleibt, dass das Spiel mit nur 6 Zeitstrafen äußerst fair verlief.
Sören Ahlert/ Kay Näther/ Karsten Scholz/ Stefan Fuhrmann 10/ Thomas Riemekasten 11/ Christian Müller 1/ Matthias Thiele 7/ Sebastian Kreutz 2/ Michael Spieß 2/ Marcel Effenberger / Christian Flötling 2/ Andreas Ramanot/ Sven Hirthammer
Frank Ollech












