Di, 17:19 Uhr
27.07.2010
Sag' mir, wo die Flächen sind
Der BUND im Landkreis Nordhausen machte sich Sorgen um den Verbauch von Flächen. Hier die Einzelheiten...
110 Hektar Industriegebietsplanung in der Goldenen Aue, 260 Hektar bei Sangerhausen, 175 Hektar bei Artern/Ringleben. Das sind nach Ansicht der Naturschützer nur Auszüge aus einer gigantischen und aus dem Ruder laufenden wirtschaftspolitischen und umweltpolitischen Fehlplanung. Das Ziel der Bundesregierung, die Betonierung und Asphaltierung unserer Landschaft auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen, scheint nicht nur in der Stadt Nordhausen auf taube Ohren zu stoßen. Es gehe nur noch darum, Fördermittel rechtzeitig abzugreifen, obwohl Investoren fehlen würden. Nordhausen verfügt über zahlreiche Flächen für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe.
Der Boden ist mehr als die Summe von aneinander gereihten braunen Krümeln, so der Umweltverband. Er ist Wasserspeicher, Wasserfilter, er liefert uns die Lebensgrundlage für unser Nahrungsangebot, er beheimatet eine Tier- und Pflanzenwelt, deren summarische Funktionen ähnlich der Tiefsee noch lange nicht erforscht ist. Der leichtfertige Umgang mit dem Lebensgut Boden beraubt uns nicht nur unserer Nahrungsgrundlage, sondern hat Auswirkungen auf den gesamten Zyklus der Umweltgüter und damit auch auf den Menschen.
Der Flächenverbrauch der Autobahn 38 im Landkreis Nordhausen beträgt bereits mehr als 2,7 km². Die Kiesseenlandschaft in Nordhausen wird bei Ausschöpfung der Rahmenbetriebspläne nahezu 900 Hektar in Anspruch nehmen. Die Freilegung des Grundwasserspiegels und anderenorts die Versiegelung des Bodens habe nicht nur kleinklimatische Auswirkungen. Die Durchhalteparolen des Nordhäuser Unternehmerverbandes nach dem Motto Weiter so seien schon lange nicht mehr zeitgemäß. Arbeitsplätze müssten nicht automatisch mit einem gigantischen Flächenverbrauch auf wertvollstem Boden verbunden sein.
Der BUND empfiehlt den Mitgliedern des Unternehmerverbandes und der Leitungsebene der Stadt Nordhausen eine Teilnahme an der Tagung des Thüringer Nachhaltigkeitsbeirates am 2. September in der Bauhaus-Universität in Weimar. Thema: Flächenverbrauch.
Anmerkung der Redaktion: Der Landkreis Nordhausen hat eine Fläche von 711 Qudratkilometer, das sind 71.100 Hektar
Autor: nnz110 Hektar Industriegebietsplanung in der Goldenen Aue, 260 Hektar bei Sangerhausen, 175 Hektar bei Artern/Ringleben. Das sind nach Ansicht der Naturschützer nur Auszüge aus einer gigantischen und aus dem Ruder laufenden wirtschaftspolitischen und umweltpolitischen Fehlplanung. Das Ziel der Bundesregierung, die Betonierung und Asphaltierung unserer Landschaft auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen, scheint nicht nur in der Stadt Nordhausen auf taube Ohren zu stoßen. Es gehe nur noch darum, Fördermittel rechtzeitig abzugreifen, obwohl Investoren fehlen würden. Nordhausen verfügt über zahlreiche Flächen für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe.
Der Boden ist mehr als die Summe von aneinander gereihten braunen Krümeln, so der Umweltverband. Er ist Wasserspeicher, Wasserfilter, er liefert uns die Lebensgrundlage für unser Nahrungsangebot, er beheimatet eine Tier- und Pflanzenwelt, deren summarische Funktionen ähnlich der Tiefsee noch lange nicht erforscht ist. Der leichtfertige Umgang mit dem Lebensgut Boden beraubt uns nicht nur unserer Nahrungsgrundlage, sondern hat Auswirkungen auf den gesamten Zyklus der Umweltgüter und damit auch auf den Menschen.
Der Flächenverbrauch der Autobahn 38 im Landkreis Nordhausen beträgt bereits mehr als 2,7 km². Die Kiesseenlandschaft in Nordhausen wird bei Ausschöpfung der Rahmenbetriebspläne nahezu 900 Hektar in Anspruch nehmen. Die Freilegung des Grundwasserspiegels und anderenorts die Versiegelung des Bodens habe nicht nur kleinklimatische Auswirkungen. Die Durchhalteparolen des Nordhäuser Unternehmerverbandes nach dem Motto Weiter so seien schon lange nicht mehr zeitgemäß. Arbeitsplätze müssten nicht automatisch mit einem gigantischen Flächenverbrauch auf wertvollstem Boden verbunden sein.
Der BUND empfiehlt den Mitgliedern des Unternehmerverbandes und der Leitungsebene der Stadt Nordhausen eine Teilnahme an der Tagung des Thüringer Nachhaltigkeitsbeirates am 2. September in der Bauhaus-Universität in Weimar. Thema: Flächenverbrauch.
Anmerkung der Redaktion: Der Landkreis Nordhausen hat eine Fläche von 711 Qudratkilometer, das sind 71.100 Hektar

