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Fr, 09:29 Uhr
08.10.2010

Gewalt angedroht

Kurz nach 8 Uhr war es mit der morgendlichen Idylle in der Jacob-Plauth-Straße in Nordhausen vorbei. Die Nordhäuser Polizei war mit drei Fahrzeugen angerückt. Eine Wohnung musste zwangsgeräumt werden...

Abgeführt (Foto: nnz) Abgeführt (Foto: nnz)

Das ist für die Männer einer Nordhäuser Spedition eigentlich eine normale Sache. Meist seien es aber aufgegebene und verlassene Wohnungen, die seitens der Vermieter geräumt werden. "Dann müssen wir nur noch den Müll runtertragen, die Mieter sind weiter gezogen", so ein Mitarbeiter der Spedition. Hier sei das nicht der Fall gewesen, die Wohnung habe einen überaus ordentlichen Eindruck gemacht.

Heute war dann auch alles anders. Der ehemalige Mieter der SWG befand sich noch in der Wohnung und hatte im Vorfeld damit gedroht, sich gegen die Durchsetzung des Gerichtsbeschlusses zur Zwangsräumung zu Wehr zu setzen, wenn möglich mit Gewalt. Auch am heutigen Morgen soll der Mann wüste Beschimpfungen und Beleidigungen von sich gegeben haben. Und so mussten Beamte der Nordhäuser Polizei den Mann schließlich aus seiner Wohnung begleiten. Derweil begannen die Umzugsfachleute mit der Leerräumen der Wohnung.

Für den Leiter der Immobilienverwaltung der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft, Dietrich Hanusch, keine leichte Aufgabe, sind doch immer wieder auch menschliche Schicksale damit verbunden. Letztlich aber, so Hanusch, habe man keine andere Möglichkeit mehr gehabt, als den Mietvertrag zu kündigen, da der Mann unter anderem gegen die Hausordnung mehrfach verstoßen haben. Auch der Großteil der Mieter in diesem Haus ist froh, dass sie nun nicht mehr belästigt werden, dass es keine Ruhestörung mehr gibt.

Wo der Mann nun ein Dach über den Kopf finden wird, sei unklar, so Hanusch. Möglich wäre die Obdachlosenunterkunft in Nordhausen.
Autor: nnz

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Kommentare
adele
08.10.2010, 11:36 Uhr
Traurig, Traurig!
Es ist erschütternd was in unserem Sozialstaat alles möglich ist. Ich kenne den Mann nicht, aber in der heutigen Zeit einen Menschen aus seiner Wohnung zu "schmeißen" und ihm seines warmen zu Hauses zu berauben finde ich Menschenunwürdig!

Ihm wenigstens ein Zimmer zu geben wäre eine mögliche Lösung! Im Obdachlosenheim unter zubringen ist das Ende und der soziale Abstieg, weill dann bekommt er keine Wohnung mehr, ach ja und dort wohnen nur solche die die Miete nicht zahlen können oder ein anderes Problem als die Hausordnung nicht ein zu halten, haben!!!!

ARMES DEUTSCHLAND!
Retupmoc
08.10.2010, 11:53 Uhr
Ich kenne ihn auch nicht, aber
mir fällt sofort der Udo - Jürgens - Titel ein:

Ein ehrenwertes Haus

Naja typisch BRD... Sozialstaat, das ist nicht lache!
Janko
08.10.2010, 12:22 Uhr
liebe kommentatoren...
...Sie wissen doch überhaupt nicht, was in dem haus und mit diesem mieter alles vorgefallen ist. ich ebenfalls nicht, aber ich weiß, dass eine zwangsräumung "einfach mal so" nicht möglich ist, sondern stets nur das letzte mittel nach mehreren anderen konfliktlösungs-versuchen darstellt.

die durchsetzung einer zwangsräumung ist an strenge vorgaben und gesetze gebunden, deren durchsetzung mehrere monate in anspruch nimmt- und es muss wirklich knüppeldicke kommen, ehe jemand überhaupt aus der wohnung geworfen werden kann.

gleich wieder mit dem "scheiß staat"-knüppel zu kommen ist mit sicherheit völlig überzogen, und ich bin mir relativ sicher, auch ungerechtfertigt.
Georg66
08.10.2010, 12:40 Uhr
Staatsmacht die Erste
Ja, die Hausordnung mehrfach nicht eingehalten und dann raus in die Obdachlosigkeit. Da kann man es richtig als Normalbürger mit der Angst zu tun bekommen. Angst vor Arbeitslosigkeit und dem sozialen Abstieg.

Und da soll keiner von sich behaupten, es könne ihm nicht treffen. Ehescheidung und Arbeitslosigkeit sind eine der Hauptfaktoren, die einen Menschen in den Abgrund reißen können. Die Ordnungshüter machen einen doch sehr fragwürdigen Job.

Bloß gut, dass kein Wasserwerfer zum Einsatz gekommen ist, um die Rechte des Staates durchzusetzen.
Wo bleibt aber das Recht auf Arbeit und eine Wohnung in der Demokratie!?
MFG
-Insider-
08.10.2010, 12:41 Uhr
das
"argument" sozialstaat nervt. soll denn der staat für alles und jeden alles bezahlen? der bürger verlangt, wenn es um seine pflichten geht, weniger staat. geht es aber um seine rechte kann der staat nie zuviel tun...

kurzum - alles mit "aber der sozialstaat muss doch..." wird langsam nervig...
simba036
08.10.2010, 13:03 Uhr
@adele
ich wohne in den gleichen eingang wie dieser mann, und muss sagen, selber schuld.

er hat uns alle regelrecht terrorisiert, das wir alle mit seinem plan mitziehen. aber nicht mit uns. dies ging schon seit über einem jahr. alle aus diesem eingang sind froh darüber, das er nun endlich raus ist.

er hat den hausmeister, die swg und sogar die polizei beleidigt. er hat schilder aufgestellt, mit beleidigung gegen den hausmeister und der swg, zettel an jedem eingang gehängt usw. wer halt keine miete bezahlt, wird irgentwann mal bestraft.

gerüchten zufolge, sollte er auch eine bombe versucht haben, zu bauen, um den ganzen block zu sprengen, die aber nocht nicht fertig war.

also ich weis echt nicht, was das für ein typ war, aber so einen, will ich nicht mehr begegnen.
Paule
08.10.2010, 15:00 Uhr
erst mal den Grund kennen- dann wettern!
Georg66 - klar hat jeder ein Recht auf eine Wohnung! aber es ist auch so, das in einem Haus mit mehreren Mietparten gewisse "Spielregeln" eingehalten werden sollten!!!Nur so ist ein gutes miteinander möglich und an so manch andere Kommentatoren hier: man sollte erst mal alle Hintergründe der bestimmt nicht grundlos erfolgten Zwangsräumung(die nichtgemachte Hausordnung war mit Sicherheit nicht der Grund dessen) kennen ehe man an dieser Stelle auf Sozialstaat, Demokratie usw. schimpft!
adele
08.10.2010, 15:12 Uhr
Trotzdem!
Ich bleibe bei meiner Meinung, heutzutage gibt es Hilfe, und vielleicht brauchte gerade ER diese und wenn es eine psychatrische Einweisung zum Schutz gewesen wäre.Hass wurde geschürt, ich könnte nicht mehr ruhig schlafen, aus dem Haus heißt nicht aus dem Leben! Es gibt auch andere Wege, ein Gespräch suchen z.B. warum er so reagiert!
simba036
08.10.2010, 16:51 Uhr
Versuche waren zwecklos
es war schon immerzu die swg da und hat versucht, mit ihn zu reden, aber hat keinen mehr reingelassen. sogar wo ein rohrpruch bei den war (er wohnte im 3og) wollte er keine handwerker rein lassen. also ich würde da auch nicht mehr ruhig bleiben, wenn die ganze wohnung schwimmt. die polizei war auch schon mehrmals da, aber keine reaktion. heute kam dann halt der tag der abrechnung. auch wenn ich es keinen gönne, aber hat sowas verdient, den dies, mit reden ging schon über ein halbes jahr.
Stadtbürger
08.10.2010, 17:30 Uhr
regeln muss man einhalten
also so einfach, wie es sich hier manche machen, ist es dann doch nicht.

wenn jemand aus der wohnung "geräumt" wird, geht dem ganzen ein gaaaaaaanz langer prozess voraus - im wahrsten sinne des wortes. eine räumungsklage kann sich schlimmstenfalls ca. 1,5 jahre hinziehen. und so lange kann ein böser mieter weiter sein unwesen treiben. dieser ganze spaß kostet den vermieter auch ne ganze menge kohle.

manche vermieter greifen mittlerweile auch zur zwangsräumung nach "berliner modell" (sh. http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Modell_%28Recht%29). das spart zeit und kosten.

wann ein mieter fristlos gekündigt wird, steht eindeutig im § 543 des bgb. wer sich an solche regeln nicht hält, muss halt die konsequenzen tragen.

im falle einer wohnungsräumung wird weit vorher der soziale dienst der stadt informiert, welcher eine neue wohnung oder ein ausweichquartier für den betroffenen sucht. dies geht aber nur, wenn dieser mensch sich auch helfen lässt. tut er es nicht, hat er pech. in deutschland muss niemand auf der straße leben, es sei denn, er hat es so gewollt.

ich habe dies alles schon erlebt, da ich in dieser branche tätig bin und ständig mit solchen mietern zu tun habe. diese leute haben noch nicht mal ein schuldbewusstsein.

also bevor hier mal wieder mit der keule auf den staat und den bösen vermieter losgegangen wird, sollte man sich erstmal kundig machen.
Alex Gösel
09.10.2010, 15:54 Uhr
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