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Fr, 09:49 Uhr
08.10.2010

Aus zwei mach eins

Die nnz hatte bereits im Juli über die Neustrukturierung des Berufsschulnetzes in Nordthüringen berichtet. Jetzt sind die Planungen weiter fortgeschritten und es geht nicht ohne Schließungen im Landkreis Nordhausen ab. Hier erste Details...


Die Vereinbarung der Nordthüringer Landkreise zum Berufsschulnetz wird Thema in der nächsten Kreistagssitzung Ende des Monats sein. Dabei wird auch festgelegt, in welchem Landkreis welche Berufsbilder ausgebildet werden. Die Planungen sehen nach dem derzeitigen Stand wie folgt aus: Nach Nordhausen kommen zum Beispiel alle Bäcker und Fachverkäufer Bäcker/Konditorei, Frisöre, Zahnmedizinische Fachangestellte oder Kauffrauen für Bürokommunikation. Zudem ist geplant, mit Unterstützung der anderen Landkreise die Ausbildungen Kaufmann für Groß- und Außenhandel sowie für Speditions- und Logistikdienstleistungen wieder neu aufzubauen. Schließlich bleiben zahlreiche bestehende Ausbildungsgänge erhalten, u.a. im Bereich Ernährung und Gastwirtschaft, Metall-, Bau- und Fahrzeugtechnik Insgesamt findet in Nordhausen die Ausbildung in 34 Berufsbildern statt.

Wichtig ist eine gewisse Konzentration auf bestimmte Berufbilder, um bei einer ausreichenden Anzahl von Berufsschülern eine weitere anspruchsvolle Ausbildung mit einer hochwertigen Ausstattung zu gewährleisten. Im Zuge dieser Konzentration gibt der Standort Nordhausen beispielsweise an den Unstrut-Hainich-Kreis die Fleischer und Fachverkäufer Fleischerei sowie die Mechatroniker ab, an den Landkreis und den Kyffhäuserkreis die Maler und Lackierer sowie die Metallbauer an den Kyffhäuserkreis ab.

Ziel dieser landkreisübergreifenden Aktivitäten ist, die Berufsbildungsregion Nord aktiv mitzugestalten, um damit längerfristig Schulstandorte zu sichern, das Lehrerpersonal effektiv einzusetzen, eine gute materielle Ausstattung bereitstellen zu können und die kommenden Investitionen dementsprechend zu konzentrieren. „Wir wollen Kosten senken, aber nicht auf Kosten der Auszubildenden“, sagt Hans Rumpf, Fachbereichsleiter Schul- und Gebäudeverwaltung im Landratsamt.

Im Zuge dieser Konzentration wird derzeit das Schulgebäude in der Ratsfelder Straße als Schulteil der SBBS 2 geschlossen. Damit zieht die dort ansässige Bautechnik ins Hauptgebäude. Bis Ende des Schuljahres 2010/11 soll dieser Umzug abgeschlossen sein. Geplant ist außerdem, dass das Schulgebäude der Berufsschule für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft in der Dr.-Robert-Koch-Straße am Südharz-Krankenhaus zum Ende dieses Jahres geschlossen wird. Die Berufschüler werden dann in der Morgenröte bzw. in das neu ausgebaute Dachgeschoss des Gebäudes in der Rudolf-Breitscheid-Straße ziehen.

Langfristig ist geplant, dass beide Nordhäuser Berufsschulen in einem Berufsschulzentrum zusammengefasst werden. Dies soll bis zum Jahr 2012 geschehen. Im Klartext: Beide Standorte sollen bestehen bleiben, sie werden vermutlich keine selbständigen Berufsschulen mehr sein, sondern strukturell zu einer Berufsschule mit zwei Standorten zusammengefasst.
Autor: nnz

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