Mo, 06:38 Uhr
09.05.2011
Handballer mit Kantersieg
Mit stehenden Ovationen verabschiedete der Nordhäuser Handball-Anhang seine Akteure nach dem letzten Heimspiel der Saison. Zuvor hatten die NSV-Spieler den in letzter Zeit nicht gerade erfolgsverwöhnten Fans einen klaren Sieg über die Zweite des SV Hermsdorf geschenkt. Der ausführliche nnz-Spielbericht von Frank Ollech...
Vor der Partie spürte man förmlich das Knistern in der Halle. Der NSV bereitete sich akribisch auf das letzte Gefecht auf heimischen Parkett vor. Eine Niederlage stand von Beginn an nicht zur Debatte. Mit einem Doppelpunktgewinn wollten sie sich endgültig den Verbleib in der Thüringer Königsklasse sichern.
Zur Erinnerung: Vor dem Spieltag lag der NSV auf Rang 11, zwei Plätze vor einem direkten Abstieg. Da aber in der Saison 2011/12 die zweite Bundesliga von zwei auf eine Staffel reduziert wird, kann es zu einer erhöhten Anzahl von Absteigern in die Regionalliga geben, und somit auch in die mitteldeutsche Oberliga. Während Bad Blankenburg und Hermsdorf den sicheren Hafen schon erreicht haben, kämpfen Apolda und Ronneburg und vielleicht auch noch Ziegelheim um den Klassenerhalt in dieser Liga.
Da der HSC Erfurt den Aufstieg (in die mitteldeutsche Oberliga) bereits in der Tasche hat, bleibt es bei zwei Absteigern, wenn nur ein Team absteigen muss. Vergrößert sich jedoch die Anzahl auf das Maximum Drei, so trifft es die Plätze 12 und 11 der Thüringenliga ebenfalls. Somit garantiert erst Platz 10 einen sicheren Verbleib im Thüringer Oberhaus.
Der Beginn der Begegnung gegen die Zweite des SV Hermsdorf deshalb auch äußerst nervös. Die Gäste vom Autobahnkreuz hatten ihren Klassenerhalt bereits mit einem gesicherten Mittelfeldplatz in der Tasche und hätten unbeschwert aufspielen können. Jedoch auch in ihren Reihen war von Beginn an Nervosität eingezogen. Einen großen Anteil daran hatte NSV Keeper Sören Ahlert. Der beste auf dem Parkett zog den SVH Angreifern während der 60. Spielminuten mit seinen Paraden den Nerv und legte damit den Grundstein für seine Vorderleute.
Den Torreigen eröffnete Mathias Thiele nach drei Minuten. Die Gäste konterten und konnten durch Florian Wunder ausgleichen und durch Manuel Rust mit 2:1 in Führung gehen. Doch schon zu dieser frühen Phase hatte die Überraschungsmannschaft der Rückrunde ihre Probleme. Während die Abwehr noch hielt, schlichen sich im Angriff ungewohnte Fehler ein. Die Rolandstädter erhöhten von Angriff zu Angriff den Druck auf die Gästeabwehr, bis diese anfing leicht zu schwimmen. Stefan Fuhrmann nutzte dies um seinen ersten zu erzielen. Andre Elster, Thomas Riemekasten und wiederum Fuhrmann erhöhten auf 5:2, nach dem ersten Zwischenspurt.
Die Hausherren wussten nur allzu gut, dass dies nur ein Strohfeuer war. Sie nahmen sich etwas zurück, um Kräfte zu sparen. Die Folge: Eine optische Ausgewogenheit auf dem Parkett. Die Nordhäuser, bemüht ihre taktische Marschroute einzuhalten, kontrollierten jedoch die Begegnung. Bis zum 9:6 hielten die Gäste die Begegnung noch offen, ehe das 10:6 und 11:6 von Fuhrmann einen größeren Rückstand einleitete. Bis auf 14:7 enteilte der NSV, auch dank ihres überragenden Torhüters. Die Schlussoffensive der ersten Halbzeit gewannen die Gäste. Sie verkürzten bis zum Halbzeitpfiff auf 16:12.
Nach dem Pausentee war wieder der NSV am Drücker, der alte Abstand von sieben Treffern wurde wieder hergestellt. Vielleicht spielentscheid, den der SVH verlor den Spielfaden gänzlich. Anders die Gastgeber, sie liefen zu alter Stärke auf. Allein Fuhrmann erzielte acht seiner elf Treffer (trotz Manndeckung) in der zweiten Halbzeit. Mit fünf Treffern unterstrich auch Thomas Riemekasten seine Torgefährlichkeit im zweiten Durchgang. Besonders im Konterveralten zeigte sich der Nordhäuser stark verbessert.
Hermsdorf hatte im weiteren Spielverlauf keine Chance. Den Spielfaden nie findend, mussten sie am Ende dem NSV mit 32:19 den Vortritt lassen. Ein Ergebnis, welches der Spielstärke der Hermsdorfer und ihrer Platzierung in der Tabelle nicht gerecht wird.
Die Nordhäuser bleiben mit dem Doppelpunktgewinn weiterhin auf Kurs Thüringenliga und nehmen vor dem letzen Spieltag Platz 9 ein. Das Rezept: eine geschlossene Mannschaftsleistung aus der sich Stefan Fuhrmann mit elf Treffern und Thomas Riemekasten mit acht heraushoben. Die Grundlage zum Erfolg legte aber Torhüter Sören Ahlert, der wohl sein beste Partie in der Thüringenliga spielte.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Nähter/ Stefan Fuhrmann 11/ Christian Müller 1/ Andreas Ramonat 1/ Thomas Riemekasten 9/ Sebastian Kreutz 1/ Christian Flötling 3/ Matthias Thiele 3/ Marco Holznagel/ Andre Elster 3/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger
Autor: nnzVor der Partie spürte man förmlich das Knistern in der Halle. Der NSV bereitete sich akribisch auf das letzte Gefecht auf heimischen Parkett vor. Eine Niederlage stand von Beginn an nicht zur Debatte. Mit einem Doppelpunktgewinn wollten sie sich endgültig den Verbleib in der Thüringer Königsklasse sichern.
Zur Erinnerung: Vor dem Spieltag lag der NSV auf Rang 11, zwei Plätze vor einem direkten Abstieg. Da aber in der Saison 2011/12 die zweite Bundesliga von zwei auf eine Staffel reduziert wird, kann es zu einer erhöhten Anzahl von Absteigern in die Regionalliga geben, und somit auch in die mitteldeutsche Oberliga. Während Bad Blankenburg und Hermsdorf den sicheren Hafen schon erreicht haben, kämpfen Apolda und Ronneburg und vielleicht auch noch Ziegelheim um den Klassenerhalt in dieser Liga.
Da der HSC Erfurt den Aufstieg (in die mitteldeutsche Oberliga) bereits in der Tasche hat, bleibt es bei zwei Absteigern, wenn nur ein Team absteigen muss. Vergrößert sich jedoch die Anzahl auf das Maximum Drei, so trifft es die Plätze 12 und 11 der Thüringenliga ebenfalls. Somit garantiert erst Platz 10 einen sicheren Verbleib im Thüringer Oberhaus.
Der Beginn der Begegnung gegen die Zweite des SV Hermsdorf deshalb auch äußerst nervös. Die Gäste vom Autobahnkreuz hatten ihren Klassenerhalt bereits mit einem gesicherten Mittelfeldplatz in der Tasche und hätten unbeschwert aufspielen können. Jedoch auch in ihren Reihen war von Beginn an Nervosität eingezogen. Einen großen Anteil daran hatte NSV Keeper Sören Ahlert. Der beste auf dem Parkett zog den SVH Angreifern während der 60. Spielminuten mit seinen Paraden den Nerv und legte damit den Grundstein für seine Vorderleute.
Den Torreigen eröffnete Mathias Thiele nach drei Minuten. Die Gäste konterten und konnten durch Florian Wunder ausgleichen und durch Manuel Rust mit 2:1 in Führung gehen. Doch schon zu dieser frühen Phase hatte die Überraschungsmannschaft der Rückrunde ihre Probleme. Während die Abwehr noch hielt, schlichen sich im Angriff ungewohnte Fehler ein. Die Rolandstädter erhöhten von Angriff zu Angriff den Druck auf die Gästeabwehr, bis diese anfing leicht zu schwimmen. Stefan Fuhrmann nutzte dies um seinen ersten zu erzielen. Andre Elster, Thomas Riemekasten und wiederum Fuhrmann erhöhten auf 5:2, nach dem ersten Zwischenspurt.
Die Hausherren wussten nur allzu gut, dass dies nur ein Strohfeuer war. Sie nahmen sich etwas zurück, um Kräfte zu sparen. Die Folge: Eine optische Ausgewogenheit auf dem Parkett. Die Nordhäuser, bemüht ihre taktische Marschroute einzuhalten, kontrollierten jedoch die Begegnung. Bis zum 9:6 hielten die Gäste die Begegnung noch offen, ehe das 10:6 und 11:6 von Fuhrmann einen größeren Rückstand einleitete. Bis auf 14:7 enteilte der NSV, auch dank ihres überragenden Torhüters. Die Schlussoffensive der ersten Halbzeit gewannen die Gäste. Sie verkürzten bis zum Halbzeitpfiff auf 16:12.
Nach dem Pausentee war wieder der NSV am Drücker, der alte Abstand von sieben Treffern wurde wieder hergestellt. Vielleicht spielentscheid, den der SVH verlor den Spielfaden gänzlich. Anders die Gastgeber, sie liefen zu alter Stärke auf. Allein Fuhrmann erzielte acht seiner elf Treffer (trotz Manndeckung) in der zweiten Halbzeit. Mit fünf Treffern unterstrich auch Thomas Riemekasten seine Torgefährlichkeit im zweiten Durchgang. Besonders im Konterveralten zeigte sich der Nordhäuser stark verbessert.
Hermsdorf hatte im weiteren Spielverlauf keine Chance. Den Spielfaden nie findend, mussten sie am Ende dem NSV mit 32:19 den Vortritt lassen. Ein Ergebnis, welches der Spielstärke der Hermsdorfer und ihrer Platzierung in der Tabelle nicht gerecht wird.
Die Nordhäuser bleiben mit dem Doppelpunktgewinn weiterhin auf Kurs Thüringenliga und nehmen vor dem letzen Spieltag Platz 9 ein. Das Rezept: eine geschlossene Mannschaftsleistung aus der sich Stefan Fuhrmann mit elf Treffern und Thomas Riemekasten mit acht heraushoben. Die Grundlage zum Erfolg legte aber Torhüter Sören Ahlert, der wohl sein beste Partie in der Thüringenliga spielte.
Frank Ollech
Sören Ahlert/ Kay Nähter/ Stefan Fuhrmann 11/ Christian Müller 1/ Andreas Ramonat 1/ Thomas Riemekasten 9/ Sebastian Kreutz 1/ Christian Flötling 3/ Matthias Thiele 3/ Marco Holznagel/ Andre Elster 3/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger


























