eic kyf msh nnz uhz tv nt
Fr, 07:11 Uhr
20.05.2011

Angstgegner?

Leichtes Aufatmen ist beim FSV Wacker 90 Nordhausen nach dem unerwarteten 1:0-Sieg über den SV SCHOTT Jena, eine für Verbandsliga-Verhältnisse sehr gute Mannschaft, schon zu vernehmen…


Wenn auch das Spiel nicht unbedingt etwas für Feinschmecker war, dafür ist Jena individuell einfach zu stark, so muss aber das taktische Auftreten Wackers gegen diesen Kontrahenten durchaus gelobt werden, weil es weitestgehend gelang, gefährliche Aktionen des Tabellenzweiten zu verhindern. Am Sonnabend um 15 Uhr spielt Wacker bei der SG Zeulenroda-Triebes.

Boukantar (Foto: Wacker Nordhausen) Boukantar (Foto: Wacker Nordhausen) Nach sieben Spielen ohne Niederlage ist Wacker in der Rückrunde immerhin das fünftbeste Team der Thüringenliga – und das bei der nervlichen Anspannung wegen der unbefriedigenden Platzierung und der Verletztenmisere der letzten Wochen, die sich durch die schwere Verletzung von Tino Steinberg weiter verschärft hat. Bis auf Adil Boukantar (Bild), der wieder einsatzfähig ist, stehen hinter Christopher Beck, Stephan Hoffmann und Marcus Vopel dickste Fragezeichen. Da die Reserve zeitgleich in Bad Langensalza antreten muss, gibt es für beide Mannschaften wenig Besetzungsspielräume.

Trainer Jens Eisenschmidt meinte: “Wir dürfen den Gegner keinesfalls unterschätzen. Es ist auch deren letzte Chance, dem Abstieg vielleicht doch noch zu entgehen. Bei einer Niederlage würden wir zum Gespött der Liga. Holen wir aber drei Punkte, könnten wir gelöster ins Restprogramm gehen. Meine Männer dürfen die letzten 6:0 und 7:0 von 2010 nicht überbewerten. Das werde ich ihnen einschärfen.“

Wie wahr, denn Wismut Gera, Leinefelde, Pößneck, Ilmenau und Rudolstadt haben dort auch schon Federn gelassen – und Wacker allemal. In Zeulenroda war selten etwas für Nordhausen zu holen. Erst einen Sieg brachte man in neun Auswärtsspielen seit 1979 von dort mit. Sieben Niederlagen setzte es, einmal wurde unentschieden gespielt. Der einzige volle Erfolg gelang 2004 beim 1:2. Kulbacki traf mit zwei Freistößen. Diese Mannschaft trat für Wacker an: Finsterbusch, Nebelung, Aschenschwandtner, Taute, Demmer, Pohl, M. Verkouter (81. Gryga), D. Verkouter, Kohlhause (45. Mook), Kulbacki, Ranzinger (88. Dornhofer).

In der Vorsaison mussten wir gegen den damaligen Tabellenletzten Zeulenroda sogar eine schmerzliche 0:1-Heimniederlage in Kauf nehmen, bei der alles Anrennen gegen eine kompromisslos verteidigende Mannschaft umsonst war. Auch auswärts kam Wacker nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. In der Hinrunde dieser Saison feierte Trainer Eisenschmidt beim 7:0 über die SG seinen gelungenen Einstand im Albert-Kuntz-Sportpark. In der Nordhäuser Spiellaune gingen die Gäste förmlich unter. Boukantar war vierfacher Torschütze.

Für das Debakel von Zeulenroda-Triebes zeichneten diese Männer verantwortlich: Greschke - Wiegleb (72. Liemann), N. Steinberg, Steinecke (53. Hoffmann), Pohl, Pistorius, Lattmann, Beck, Rose, Klaus, Boukantar (82. Ullrich). Die Torfolge sah so aus: 1:0 Jan-Philipp Rose (14.), 2:0 Adil Boukantar (18.), 3:0 Lars Pohl (28.), 4:0 Adil Boukantar (47.), 5:0 Adil Boukantar (63.), 6:0 Torsten Klaus (70.), 7:0 Adil Boukantar (75.). Da Wacker schon kurz zuvor den gleichen Gegner auch im Pokal mit 6:0 abfertigte, muss Zeulenroda-Triebes also nicht unbedingt ein Angstgegner sein. Das war aber zu Hause, und wie gesagt auswärts...
Klaus Verkouter
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)