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So, 08:20 Uhr
05.06.2011

nnz/kn-Forum: Versagen im Kyffhäuserkreis

Erst schafft es Nordhausen, für Samstag eine der größten Thüringer Neonazi-Veranstaltungen zu verbieten und die Rechten können dann ohne Probleme nach Sondershausen ausweichen. Da muss man sich ernsthaft fragen, was das Landratsamt in Nordhausen anders macht, als das in Sondershausen". Diese Frage stellt einer unserer Leser...


Redet der Landrat immer von einer Zusammenarbeit der beiden Landkreise, hat er sich in dem Fall wenig von Nordhausen abgeschaut. Es ist blamabel, den Nordhäusern aber auch den eigenen Bürgern so in den Rücken zu fallen. Kein Versuch, die Veranstaltung der Neonazis zu verbieten. Und dazu kein Versuch, in irgend einer Art und Weise Widerstand zu organisieren. Bereits am Mittwoch hätte der stellvertretende Landrat, Herr Schäfer - Mitglied im Bündnis gegen Rechts - aktiv werden müssen.

Aber auch das Bündnis gegen Rechts hat versagt. Sicher war alles sehr kurzfristig, aber das gerade das BgR den Rechten die Straße ohne Protest überlässt, ist bezeichnend. Der "Thüringentag der Nationalen Jugend" entwickelt sich zu einer Großveranstaltung und der Sprecherrat des BgR macht eine Vogel-Strauß-Politik und steckt den Kopf in den Sand.

Die deutsche Geschichte zeigt deutlich, was aus einer solchen Haltung erwächst. Frau Kraffzick, Mitglied im BgR, machte den Demonstranten auf dem Sondershäuser Markt klar, dass der Sprecherrat des BgR sich entschlossen hat, nichts gegen die Neonazis zu unternehmen und denen lieber Sondershausen überlässt und verschwand kurzer Hand wieder.

Auch Frau Bräunicke, Mitglied im Sprecherrat des Bündnisses, war zufällig auf dem Markt und verweigerte sich dem Protest. Die SPD feierte sich lieber beim Sommerfest.

So blieb es den Teilnehmern der ohne das BgR kurzfristig organisierten Kundgebung, die dann noch in einer Demonstration durch die Stadt endete, vorbehalten den Protest öffentlich zu machen. Lediglich DIE LINKE stand zum Protest gegen Rechts, alle anderen Parteien fehlten.

Das man anderer Auffassung als Frau Kraffzick sein kann, bewiesen Sondershäuser Jugendliche, die zusehen mussten, wie sie die derzeit amtierende Bürgermeisterin der Stadt allein auf dem Markt zurück ließ. Das war beschämend.
Torsten Blümel, Artern
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Wolfi65
05.06.2011, 11:10 Uhr
Demokratie Live
In Sondershausen wurde im Gegensatz zu Nordhausen, von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine wirkliche demokratische Entscheidung herbei zu führen. Man kann vor den dortigen Behörden nur den Hut ziehen, eine demokratische Entscheidung in kürzester Zeit umgesetzt zu haben.

Davon war man in NDH weit entfernt. Wer selbst den real existierenden Sozialismus erlebt hat, kann ein oder mehrere Lieder davon singen, wie die allein regierende Einheitspartei das Volk in seine Bahnen gelenkt hat.

Vielleicht gibt es für die Zukunft im Landkreis NDH Betrebungen, die Blockierpolitik zur nächsten Wahl weiter zu führen. Jeder abgedrängte NPD-Wähler ist für die Linke ein Problem weniger.
So wird das aber nicht funktionieren.
Demokratie geht anders!
kompostie
05.06.2011, 12:30 Uhr
schwache kür
die npd ist keine demokratische partei, die hängen sich nur gerne das mäntelchen um.
trotzdem ist mir das nichtvorgehen der stadt sdh gegen diese veranstaltung unverständlich.
TeeEff
05.06.2011, 13:56 Uhr
No Pasarán!
Ihr habt den Rechtsstaat bis zum Oberverwaltungsgericht in Weimar bemüht - und verloren.

So es ist euch diesmal nicht gelungen die Bürger zu spalten, sondern sie haben solidarisch an einem Strick gezogen und das Nazifest in Nordhausen erfolgreich verhindert.

Ich ziehe meinen Hut vor allen die sich dafür engagiert haben!

Das das in SDH nicht so geklappt hat - schade, aber wir arbeiten dran!
Pe_rle
05.06.2011, 14:07 Uhr
Nordhausen und Sondershausen
Vieleicht treibt ja grad Nordhausen seine Wähler mit solchen Aktionen in die falsche Ecke. Nicht vergessen,der Wähler merkt sich alles.

Ich kann SDH nur gratulieren,Demokratie pur

Da muß man nicht für rechts oder links sein um das zu merken. Hier wurde im Vorfeld nur Angst gemacht
FragedieFrage
05.06.2011, 17:30 Uhr
Denken? Tun? Reden?
Fragen kommen über Fragen, doch wie wäre es mal mit einfachen Taten, statt ewig zu diskutieren. Sprich Verbot der NPD - ja und dann kommen die 100x Szenerien die "vielleicht" eintreffen "könnten" und deshalb lässt man es lieber bleiben.

In der Politik wird zu oft geredet, gedacht und Zeit totgeschlagen. Ist sicher nicht schlechtes und ein großes plus in der so fehlerlosen Demokratie und dennoch fehlen oft starke "aktive" Entscheidungen - ich lobe mein allg. politisches Wissen :P

Ja Nordhausen hat einen guten Schritt in die Richtug Handeln statt totquatschen gemacht. Großes Lob an diese aktive Politik.
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