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Mi, 12:18 Uhr
06.08.2003

Weiter angestiegen

Nordhausen (nnz). Als „besorgniserregend“ wird derzeit die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt beschrieben. Erstmals gab es soviel Bewerber wie in einem Jahr zuvor. Und über 1.500 jungen Menschen haben noch keinen Ausbildungsplatz.


Im Juli sprachen 229 Schulabgänger bei den Berufsberatern vor, die bisher noch keine Hilfe im Arbeitsamt gesucht haben. Diese Jugendlichen haben nach Schulabschluss selbst keinen Ausbildungsplatz gefunden und lassen sich deshalb als Bewerber um eine betriebliche Ausbildung neu registrieren. Im Juli des Vorjahres wurden nur 125 Schulabgänger neu in das Vermittlungsgeschehen aufgenommen.

Wegen der neuen Bewerber ist die Zahl der zu betreuenden Jugendlichen im Juli auf 4.543 angestiegen. Damit ist erstmals in diesem Berufsberatungsjahr die Bewerberzahl so hoch wie im Vorjahr. Vor einem Monat standen noch 100 Jugendliche weniger für die Ausbildungsvermittlung an.

Bewerber nach Schulausbildung
Die neuen Bewerber kamen im Juli mit den verschiedensten Schulabschlüssen zu den Berufsberatern. Von den 229 Jugendlichen hatten 33 keinen Schulabschluss, 13 beendeten eine Sonderschule, 70 wiesen einen Hauptschulabschluss nach, über 90 haben die mittlere Reife und 18 die Fachhochschul- oder Hochschulreife abgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es weniger Bewerber mit mittlerer Reife oder Hauptschulabschluss, dagegen ist eine leichte Zunahme der Sonderschüler und der Jugendlichen ohne Schulabschluss zu verzeichnen.

1.728 Ausbildungsstellen gemeldet
Bis Ende Juli wurden 1.728 Ausbildungsstellen registriert, 245 weniger als zum Vorjahreszeitraum. Aus Handwerksbetrieben gingen 70 Stellen weniger ein und Betriebe, die zur Industrie- und Handelskammer gehören, stellten 165 Ausbildungsplätze weniger zur Verfügung. Steuerberatungsunternehmen haben für 17 Auszubildende einen Platz dem Arbeitsamt gemeldet, vor einem Jahr waren die Angebote doppelt so hoch.

Die meisten Angebote gibt es für Metallberufe. Insgesamt 308 Plätze gab es in der Region, 36 weniger als vor einem Jahr. Bei Ernährungsberufen ist ein leichter Rückgang um 13 zum Vorjahr zu verzeichnen, 140 Angebote konnten hier den Jugendlichen unterbreitet werden. Entsprechend der schwierigen Situation im Baugewerbe sind die Ausbildungsstellen um fast ein Fünftel zur Vorjahresfrist auf 284 zurückgegangen. So viel Angebote wie im Vorjahr stellen Unternehmen für die Ausbildung von Waren- und Dienstleistungskaufleuten bereit.

Dagegen ist die Zahl der Ausbildungsmöglichkeiten für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe um fast 100 zum Juli 2002 niedriger. In der Berufsgruppe der Körperpfleger, Gästebetreuer und anderen hauswirtschaftlichen Berufen konnten 167 akquiriert werden, ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum.

1.573 Schulabgänger noch nicht vermittelt
1.573 Bewerber waren entsprechend der Kenntnis der Berufsberater Ende Juli noch ohne einen Ausbildungsplatz, 323 mehr als vor einem Jahr. Von diesen Ausbildungsplatzsuchenden waren 912 junge Männer, 210 mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 113 noch nicht versorgte Bewerberinnen, insgesamt suchen noch 661 eine betriebliche Ausbildung.

Auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb sind insgesamt 580 Realschüler, 450 Hauptschüler und fast 370 Jugendliche aus einer Sonderschule oder ohne Schulabschluss. Auch 158 Abiturienten streben noch eine Ausbildung an. Am Monatsende Juli interessierten sich fast 220 Jugendliche für Metallberufe, knapp 60 Stellen waren noch zu diesem Zeitpunkt offen. Den 59 Angeboten für Ernähungsberufe standen 118 Ausbildungssuchende gegenüber, bei Bauberufen können sich die 296 unversorgten jungen Männern auf 104 freie Stellen bewerben.

Für die Ausbildung von Waren- und Dienstleistungskaufleuten waren 50 Angebote noch nicht besetzt, hier gibt es 266 Interessenten. 76 Männer und 118 Frauen suchen zur Zeit weiter einen Ausbildungsplatz für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe, in der Region sind 50 Plätze unbesetzt.
Autor: nnz

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