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Do, 11:20 Uhr
07.08.2003

Endlich einen echten Warhol

Nordhausen (nnz). Gesehen haben Sie einen echten „Warhol“ vielleicht auch schon mal. Im Fernsehen oder einer großen Galerie? Jetzt gibt es diese Kunstwerke in Nordhausen zu bestaunen. Sie müssen als Vorgeschmack einfach nur mal klicken.


Hinsching und „Die Taube“ Um einige Neuheiten reicher sind jetzt die Abteilungen „Klassische Moderne“ und „zeitgenössische Grafik“ der Ausstellung „Von Hogarth bis Beuys“ des Nordhäuser „Kunsthaus Meyenburg“. Die aus Nordhausen stammende Mäzenin und Künstlerin Ilsetraut Glock-Grabe hat Magritte- und Penck-Grafiken erworben und sie den Nordhäusern geschenkt.

Kunsthistorikerin Susanne Hinsching, die das Kunsthaus inhaltlich betreut: „Als echte besondere kunsthistorische Kostbarkeit ist jetzt die signierte Farbserigraphie ‚Die Taube’ des belgischen Malers René Magritte ausgestellt. Er zählt zu den bedeutendsten Surrealisten der Welt.“ Die magische Wirkung der Magritte-Werke beruhe auf der unerwarteten, manchmal paradoxen Gegenüberstellung alltäglicher und vertrauter Objekte. „Damit kann Magritte das Rätselhafte und zugleich das Wunderbare der Wirklichkeit sichtbar machen“, sagt Hinsching.

Ein Andy Zu den Ausstellungs-Neuheiten zählten auch die, zum Teil signierten, Litographien des deutschen Malers und Grafikers A.R. Penck: „Urzeichen“, „Jazz“ und ein Werk ohne Titel. „Diese Lithographien sind typische Beispiel für das Schaffen von Penck, der 1980 die ehemalige DDR verließ und jetzt im Rheinland lebt. Seine Strichmännchen erinnern an prähistorische Zeichen und schildern in reduzierter Form menschliche Befindlichkeiten am Ende des 20. Jahrhunderts.“ Die Penck-Werke seien geprägt durch kräftige Farben und große, komplex gefüllte, Bildformate.

„Neben diesen Werken sind jetzt ebenfalls erstmals auch Arbeiten der Pop-Art wie die Farbserigraphie „Beethoven“ von Andy Warhol ausgestellt und von dessen künstlerischen Nachfolgern - zum Beispiel des deutschen Grafikers H. Jürgen Kuhl“, so die Kunsthistorikern. Insgesamt seinen jetzt 75 Werke der zeitgenössischen Grafik-Kunst in der Kunsthaus-Dauerstellung zu sehen. „Damit ist im Kunsthaus eine Auswahl der wichtigsten Werke dieser Richtung vertreten.“

Im Erdgeschoss des Kunsthauses sind darüber hinaus in einer Sonderausstellung noch bis zum 29. August die Werke zehn mitteldeutscher Künstler zu sehen, die anlässlich der Verleihung des 3. Nordhäuser Grafikpreises der Ilstraut-Glock-Grabe-Stiftung gezeigt werden. Das „Kunsthaus Meyenburg“ in der Nordhäuser Puschkin-Straße ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden auf Anfrage angeboten.
Autor: nnz

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