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Do, 13:18 Uhr
07.08.2003

Missfelder missfällt

Nordhausen (nnz). Mit 85 keine Hüftoperation mehr, auch beim Zahnersatz sollten sich die Alten in diesem Land zurückhalten. Der Bundeschef der Jungen Union, Phillip Missfelder hat sich wenig Freunde mit diesen Aussagen gemacht. Nicht in der JU Thüringen und auch nicht im Nordhäuser Kreisverband.


Ablehnend reagiert der Kreisvorsitzende der Jungen Union Nordhausen, Manuel Thume, auf die Äußerungen des Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Phillip Missfelder, im Tagesspiegel. „Es ist pure Polemik, wenn Mißfelder fordert, dass 85jährige keine Hüftprothesen mehr bekommen sollen.“ Auch die Junge Union Nordhausen sehe die Notwendigkeit für grundlegende strukturelle Reformen der sozialen Sicherungssysteme im Angesicht der demographischen und wirtschaftlichen Lage.

„Aber hier kann es nicht darum gehen, einen Generationenkonflikt herbeizureden und die ältere Generation zu verunsichern“ sagt Thume. Es sei falsch, den Schwarzen Peter zwischen den Generationen hin und her zu schieben. Stattdessen sollte eine effektive Struktur geschaffen werden, die von der gesamten Gesellschaft getragen wird.

Mißfelder habe mit seinen Äußerungen durchaus wichtige Probleme angesprochen, die der Jugend unter den Nägeln brennen. Richtig ist es, in Zukunft auf mehr Selbstvorsorge zu setzen. Dabei sollte nicht unberücksichtigt bleiben, dass ältere Menschen sich auf dieses System eingestellt haben und nun nicht mehr langfristig privat vorsorgen können. Aber die polemische Art und Weise mit der Mißfelder die Diskussion führt, schürt nur die Angst und Verunsicherung bei den Bürgern.

„Mißfelders Forderung, wonach Rentner keine Hüftgelenke bekommen und stattdessen auf Krücken gehen sollen, weil die Leute früher auch auf Krücken gelaufen sind, ist absolut inakzeptabel“ erklärt Thume. Es ist richtig, dass nicht in jedem Alter noch jede Operation sinnvoll ist, aber diese Entscheidung sollte auch in Zukunft der behandelnde Arzt treffen und nicht die Politik.
Autor: nnz

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