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Do, 12:27 Uhr
08.07.2004

„noiseGarden“-Nachlese (7): Keine „Headliner“

Nordhausen (nnz). Zu „noiseGarden“ und seinen Nachwirkungen äußern sich jetztauch Jungliberalen aus Nordhausen. Sie meinen unter anderem, daß keine wahren Headliner vertreten waren …


Nach den offiziellen Äußerungen der Stadt Nordhausen und der Veranstaltungsagentur melden sich jetzt auch die Jungen Liberalen zu Wort. „Ein Festival nur mit deutschen Bands aufzumachen und das für 34 Euro, das musste ja schief gehen“ so JuLis Vorsitzender Marcel Hardrath. Die Jungliberalen reagierten mit Unverständnis auf die diversen Äußerungen aus dem Rathaus. Sie verwiesen z.B. auf das Highfield Festival bei Erfurt, welches gerade durch internationale Künstler jedes Jahr viele Junge Menschen anlockt.

„Bei dem hier geplanten Festival war ja nicht mal die erste Riege des deutschen Alternativ Rock anwesend. Das einige von diesen Bands 800 Leute anlocken wird wohl daran liegen, dass sie meist die Vorgruppen der wirklichen Bands sind“, so Hardrath weiter.

Die Jungliberalen sehen zwar in der schwachen Auswahl der Künstler den Hauptgrund des Scheiterns, für sie gibt es aber auch noch weitere Fehler. So z.B. den Wechsel des Veranstaltungsortes an den unerreichbaren Segelflugplatz und die fehlende Homepage und Internetvermarktung, welche übrigens immer mehr an Bedeutung gewinnt. Besonders „übel“ stößt den JuLis allerdings auf, dass erst drei Wochen vorher bemerkt wurde, dass der Kartenvorverkauf nicht läuft. „Die haben wohl auf ein Wunder gehofft und sind eine »Augen-zu-und-durch-Strategie« gefahren,“ so der JuLis Vorsitzende. Für die JuLis ist klar, dass man hätte Gegensteuern können und der Vorverkauf ein guter Indikator für das Gelingen dieser Veranstaltung gewesen wäre.

Abschließend erklärte Marcel Hardrath noch: „Es ist bedauerlich, dass mal wieder niemand für die gemachten Fehler und das neue Haushaltsloch die Verantwortung übernimmt. Ausbaden müssen es nicht die Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder die Mitarbeiter der Agentur, sondern die kulturinteressierten Bürger in der Stadt Nordhausen.“
Autor: nnz

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