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Fr, 13:25 Uhr
13.03.2026
Thüringens Beauftragter für jüdisches Leben zu Gast in Nordhausen

Klares Signal gegen Antisemitismus

Was kann eine Hochschule konkret tun, um jüdisches Leben zu stärken und Antisemitismuskritik zu leben? In dieser Woche suchte die Hochschule Nordhausen gemeinsam mit Michael Panse nach Antworten – und die zeigen: Es braucht mehr als gute Absichten...

Michael Panse, Beauftragter des Freistaats Thüringen für jüdisches Leben und zur Bekämpfung von Antisemitismus, im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Nordhausen über Maßnahmen zur Stärkung jüdischen Lebens und zur Antisemitismusprävention an Hochschulen.  (Foto: Tim Rückschloß) Michael Panse, Beauftragter des Freistaats Thüringen für jüdisches Leben und zur Bekämpfung von Antisemitismus, im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Nordhausen über Maßnahmen zur Stärkung jüdischen Lebens und zur Antisemitismusprävention an Hochschulen. (Foto: Tim Rückschloß)
Michael Panse, Beauftragter des Freistaats Thüringen für jüdisches Leben und zur Bekämpfung von Antisemitismus, war am 10. März in die Hochschule Nordhausen (HSN) eingeladen. Die Beauftragte gegen Antisemitismus, Prof. Dr. Cordula Borbe, der Hochschule Nordhausen, hatte das Treffen gemeinsam mit dem Präsidenten, Prof. Dr. Jörg Wagner, Prof. Sabrina Schramme, Kathleen Hahnemann und zwei Studierenden initiiert. Der Austausch ließ keine wichtige Frage aus: Wie lebt es sich als jüdischer Mensch in Thüringen heute? Wo hakt es an Hochschulen?
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Panse brachte es auf den Punkt: Hochschulen sind keine neutralen Räume – sie sind Orte, an denen Haltungen geformt werden. Die Hochschule Nordhausen bekennt sich dazu, diese Verantwortung anzunehmen. Als inhaltlichen Kompass nutzt die Beauftragte gegen Antisemitismus für ihre Arbeit die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus – ein bewährter internationaler Rahmen, um Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen zu erkennen.

Gemeinsam mit Panse wurden Brücken zu jüdischen Initiativen, Kultureinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Region angedacht: durch Gastvorträge und Lehrveranstaltungen zu jüdischer Geschichte und Gegenwart, Kooperationen in Forschung und Erinnerungsarbeit sowie kulturelle Begegnungsformate auf dem Campus.

Cordula Borbe ist Mitglied des Unterstützerkreises des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender (NJH) – eine bundesweite Plattform für Sichtbarkeit, Austausch und gegenseitige Stärkung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auf nationaler Ebene ist die Hochschule Nordhausen Teil des Kompetenznetzwerks Antisemitismusprävention an Hochschulen (KoNHAP) der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Was in Nordhausen erprobt wird, fließt in bundesweite Strategien ein – und umgekehrt.

Der Besuch von Michael Panse hat gezeigt: Die HSN will nicht nur mitreden. Sie will mitgestalten.„Antisemitismusprävention beginnt mit Haltung, Wissen und Begegnung. Als Hochschule tragen wir Verantwortung dafür, Räume zu schaffen, in denen jüdisches Leben sichtbar ist und Antisemitismus klar benannt und zurückgewiesen wird“, betont Cordula Borbe.
Autor: red

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Kommentare
Lautaro
13.03.2026, 14:28 Uhr
Antisemitismus scheint ein Minenfeld zu sein !
Denn niemand der NNZ-Leser äussert sich dazu !
Können wir wirklich nicht mehr unterscheiden ?
emmerssen
13.03.2026, 15:16 Uhr
Die Nordhäuser Hochschule
Ist der richtige Ort für einen Herrn Panse. War sie doch mit ihrem Präsidenten immer vorne dabei um die bösen "Rechten", in Nordhausen ganz wichtig die AfD zu blockieren. Von solchen wichtigen Themen wie Antisemitismus und:Nordhausen zusammen " ( gegen Rechts) kann die Wirtschaft ja auch nur profitieren und erstarken. Welche Innovationen und neuen Patente hat eigentlich die Hochschule dem Bürger bisher vorzuweisen? Eine Hochschule soll doch entwickeln, erfinden, weiter bilden. Gibt es da auch mal Erfolge für den einfachen Bürger zum täglichen Gebrauch?
diskobolos
13.03.2026, 16:32 Uhr
Anti- oder Prosemitismus?
Antisemitismus ist es m. E, wenn man Menschen und ihr Wirken ablehnt, weil sie Juden sind. In diesem Sinn bin ich natürlich gegen Antisemitismus.

Antisemitismus ist NICHT das Ablehnen von konkreten Handlungen von Juden. Das wird oft verwechselt. Gewalt gegen Juden lehne ich selbstverständlich genauso ab wie gegen alle anderen Menschen.

Die Politik der jetzigen israelischen Regierung darf man selbstverständlich kritisieren. Das eigene Volk als etwas Besonderes anzusehen, führt oft zu negativen Erscheinungen (dt. Herrenmenschentum, MAGA und Rassismus in den USA, Apartheid in SA).

Unklar ist für mich allerdings, ob mit dem Begriff Juden ein Volk oder eine Religion gemeint ist, m. a. W. : Kann man zum jüdischen Volk gehören, wenn man eine andere Religion hat oder gar nicht religiös ist? Umgekehrt ist das sicher möglich: Man kann sich auch als Deutscher zur jüdischen Religion bekennen. Die jüdische Religion (falls es überhaupt nur eine gibt) ist in meinen Augen aber genauso falsch wie alle anderen.
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