Mo, 07:13 Uhr
30.08.2010
nnz-Forum: Bürgerfragen ingnorieren?
Die Bürger in diesem Land machen mobil. Auch in Nordhausen. Manche schreiben Briefe, Antworten bleiben aus. So auch im Fall eines nnz-Lesers...
Nur, wenn wichtige Wahlen vor der Tür stehen und die Fragen in ihr Konzept passen, lässt man sich manchmal dazu herab, mit dem gemeinen Bürger, oft auch nur scheinbar, auf Augenhöhe zu diskutieren. Vor geraumer Zeit habe ich in einem offenen Brief an Frau Grünwald (DIE LINKE und verantwortlich für Soziales in diesem Landkreis), nachgefragt, wie es um den seit Jahren umstrittenen Mietspiegel des Kreises steht. Nachzulesen, im nnz-Artikel Mietspiegel vom 21 Juli 2010. Bis heute habe ich noch keine Antwort bekommen.
Nun frage ich mich, woran das wohl liegt? Liegt es daran, dass Frau Grünwald Mitglied der Nordhäuser Linkspartei ist? Muss ich jetzt mein Vorurteil bestätigt sehen, wonach DIE LINKE auch nur so eine Populistenpartei ist, für die Wähler höchstens wahlstatistisch interessant sind? Oder wartet Frau Grünwald und der Rest der Kreistagsmitglieder (der sich nicht verantwortlich fühlt) darauf, wie der Bund auf die Bewerbung des Kreises in Bezug auf das doch sehr umstrittene Optionsmodell reagiert? Mit diesem ist frühstens im Frühjahr 2011 zu rechnen. Ich persönlich glaube, dass der Kreis hier nicht zum Zuge kommt!
Was rechnet sich der Kreistag aus? Will man sich auf Kosten der Hartz-IV-Empfänger sanieren? Steigen dann die Mieten der kommunalen Wohnungsanbieter und einiger privater Vermieter, die alle etwas von dem Kuchen ab haben wollen? Warum glaubt der Landrat, dass das Optionsmodell besser geeignet ist, die Verwaltung der Langzeitarbeitslosen effizienter zu organisieren und Synergieeffekte so besser zu nutzen sind? Der Kreistag war jahrzehntelang nicht in der Lage, mit dem Geld der Bürger vernünftig umzugehen! Als Beispiel möchte ich nur die Wiedigsburghalle und Nentzelsrode erwähnen. Wer sich mit den Finanzen des Kreises näher beschäftigt, der weiß, wie es um die Finanzlage des Kreises bestellt ist.
Und hier frage ich mich als Bürger: Warum sollte das mit dem Geld, welches dem Kreis über das Optionsmodell zuflösse, besser laufen? Die Politiker im Kreistag sind die gleichen, bis auf ein paar Ausnahmen. Eins sei hier noch gesagt: An der Schieflage der Finanzen sind alle Fraktionen beteiligt! Zum Schluss stelle ich noch einmal die Frage: Wo bleibt der Mietspiegel, Frau Grünwald? Oder muss man Ihr Zögern so deuten, dass Sie kein Interesse an einem reellen Mietspiegel haben?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnzNur, wenn wichtige Wahlen vor der Tür stehen und die Fragen in ihr Konzept passen, lässt man sich manchmal dazu herab, mit dem gemeinen Bürger, oft auch nur scheinbar, auf Augenhöhe zu diskutieren. Vor geraumer Zeit habe ich in einem offenen Brief an Frau Grünwald (DIE LINKE und verantwortlich für Soziales in diesem Landkreis), nachgefragt, wie es um den seit Jahren umstrittenen Mietspiegel des Kreises steht. Nachzulesen, im nnz-Artikel Mietspiegel vom 21 Juli 2010. Bis heute habe ich noch keine Antwort bekommen.
Nun frage ich mich, woran das wohl liegt? Liegt es daran, dass Frau Grünwald Mitglied der Nordhäuser Linkspartei ist? Muss ich jetzt mein Vorurteil bestätigt sehen, wonach DIE LINKE auch nur so eine Populistenpartei ist, für die Wähler höchstens wahlstatistisch interessant sind? Oder wartet Frau Grünwald und der Rest der Kreistagsmitglieder (der sich nicht verantwortlich fühlt) darauf, wie der Bund auf die Bewerbung des Kreises in Bezug auf das doch sehr umstrittene Optionsmodell reagiert? Mit diesem ist frühstens im Frühjahr 2011 zu rechnen. Ich persönlich glaube, dass der Kreis hier nicht zum Zuge kommt!
Was rechnet sich der Kreistag aus? Will man sich auf Kosten der Hartz-IV-Empfänger sanieren? Steigen dann die Mieten der kommunalen Wohnungsanbieter und einiger privater Vermieter, die alle etwas von dem Kuchen ab haben wollen? Warum glaubt der Landrat, dass das Optionsmodell besser geeignet ist, die Verwaltung der Langzeitarbeitslosen effizienter zu organisieren und Synergieeffekte so besser zu nutzen sind? Der Kreistag war jahrzehntelang nicht in der Lage, mit dem Geld der Bürger vernünftig umzugehen! Als Beispiel möchte ich nur die Wiedigsburghalle und Nentzelsrode erwähnen. Wer sich mit den Finanzen des Kreises näher beschäftigt, der weiß, wie es um die Finanzlage des Kreises bestellt ist.
Und hier frage ich mich als Bürger: Warum sollte das mit dem Geld, welches dem Kreis über das Optionsmodell zuflösse, besser laufen? Die Politiker im Kreistag sind die gleichen, bis auf ein paar Ausnahmen. Eins sei hier noch gesagt: An der Schieflage der Finanzen sind alle Fraktionen beteiligt! Zum Schluss stelle ich noch einmal die Frage: Wo bleibt der Mietspiegel, Frau Grünwald? Oder muss man Ihr Zögern so deuten, dass Sie kein Interesse an einem reellen Mietspiegel haben?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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